Brandenburg: Schüler, Eltern und Lehrer protestieren

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POTSDAM. Tausende Schüler, Eltern und Lehrer haben vor dem Brandenburger Landtag gegen Kürzungen im Bildungsbereich demonstriert.  Die Landesregierung will im Bildungsbereich rund 24 Millionen Euro allein im nächsten Jahr einsparen.

Bildungsdemonstration in Potsdam 2009. Foto: Freenerd / Flickr (CC-BY-2.0)
Bildungsdemonstration in Potsdam 2009. Foto: Freenerd / Flickr (CC-BY-2.0)

Dies berichtet die Berliner Morgenpost. Vor allem betroffen: die freien Schulen. Ihnen will die Landesregierung in den nächsten Jahren die Zuschüsse stark kürzen. Bildungsministerin Martina Münch (SPD) zeigte Mut: Sie verteidigte die Sparpläne vor den Demonstranten. „Brandenburg ist ein Land, das nicht viel Geld hat“, sagte sie unter lautstarkem Protest. Die Verschuldung von 20 Milliarden Euro abzubauen, sei „unsere verdammte Pflicht als Politiker“, so Münch. Daran müssten sich auch die freien Schulen beteiligen. Die freien Schulen würden trotz der Sparpläne Teil einer vielfältigen und lebendigen Bildungslandschaft in Brandenburg bleiben. Der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen in Brandenburg zufolge verlieren Grund- und Oberschulen über 20 Prozent ihrer Einnahmen, Berufsschulen für Soziales 28 Prozent, der Aufbaulehrgang Sonderpädagogik 37 Prozent. Rot-Rot würde dadurch Neugründungen von freien Schulen unmöglich machen. Bislang erhalten sie 94 Prozent der Personalkosten vergleichbarer staatlicher Schulen.

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