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PETA: Schluss mit Sezieren in Schulen

GERLINGEN (red). Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland hat die Kultusministerien aller Bundesländer angeschrieben und sie gebeten, „eine wegweisende Empfehlung an Schulen abzugeben, um die überflüssige Praxis des Sezierens im Biologieunterricht umgehend einzustellen“.

Im Biologieunterricht werden der Initiative zufolge regelmäßig Fische, Frösche, Regenwürmer und Tieraugen seziert. „Was die Kinder dabei lernen, ist in erster Linie, dass es normal ist, aus Neugier andere Lebewesen aufschneiden, zerteilen und wegwerfen zu dürfen und das ist falsch“, sagt Ulrike Müller-Kiefer, Tierschutzlehrerin bei PETA. „Es gibt zahlreiche moderne Alternativen, die Lehrer im Unterricht einsetzen können“.

Laut PETA werden im Biologieunterricht immer wieder Frösche seziert. Foto: sandhu / Flickr (CC BY 2.0)

Laut PETA werden im Biologieunterricht immer wieder Frösche seziert. Foto: sandhu / Flickr (CC BY 2.0)

Mittlerweile sei – auch dank digitaler Techniken – eine große Anzahl an Alternativen zur Sektion eines Tieres oder seiner Organe verfügbar. Von der virtuellen Sektion eines Frosches über virtuelle und reelle Augenmodelle bis hin zum lebensechten und auseinanderbaubaren Regenwurmmodell reiche die Palette der Lehrmittel, die Kindern und Jugendlichen heutzutage zur Verfügung stehe. Mit modernen Alternativmethoden seien nicht nur Wiederholungsmöglichkeiten gegeben, die den Lernerfolg vertieften, sondern es sei eine ganz neue, interaktive und für das Kind spannende Arbeitsweise möglich.

„Immer wieder schreiben uns verzweifelte Schüler und Eltern und berichten, dass im Biologieunterricht Fische, Regenwürmer oder Schweineaugen seziert werden sollen“, berichtet Ulrike Müller-Kiefer. „Für viele Kinder ist das ein traumatisches Erlebnis. Wir hoffen sehr, dass die Kultusministerien unser Schreiben ernst nehmen und die barbarische Praktik des Sezierens in Schulen ab sofort verbieten.“

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