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Premiere des „Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres“

HANNOVER (red). 56 Abiturienten haben an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie an der Leibniz Universität Hannover als bundesweite Erste ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) begonnen. Das Praktikum ist vergleichbar mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr oder dem Freiwilligen Ökologischen Jahr.

In den nächsten zwölf Monaten werden die Schulabsolventen den Hochschulen zufolge unter anderem Gentherapien und Impfstoffe erforschen oder neue Erkenntnisse im Bereich der Quantenphysik und Laserforschung gewinnen. Das Praktikum solle ihnen die Berufsorientierung erleichtern, neue Perspektiven eröffnen und für ein naturwissenschaftliches Studium begeistern, hieß es. „Im Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahr möchte ich herausfinden, ob mir die Laborarbeit Spaß macht. Ich möchte Psychologie studieren, aber auch Medizin oder Biologie interessieren mich“, sagt Philipp Ehring, Teilnehmer aus Hameln. Er erforscht während des Praktikums Stammzellen in der MHH-Abteilung für Experimentelle Hämatologie.

Die Abiturienten sollen ein Jahr lang Laborluft schnuppern. Foto: Horia Varlan / Flickr (CC-BY-2.0.jpg)

Die Abiturienten sollen ein Jahr lang Laborluft schnuppern. Foto: Horia Varlan / Flickr (CC-BY-2.0.jpg)

„Wir sehen wissenschaftliche Arbeit an gemeinnützigen Hochschulen als wichtigen Beitrag zu einer modernen, wissensbasierten und kulturell offenen Gesellschaft. Das FWJ bietet die große Chance, akademisch-wissenschaftliche Tätigkeit gesellschaftlich stärker zu verankern und den wissenschaftlichen Nachwuchs schon früh zu gewinnen“, sagt Prof. Christopher Baum, Forschungsdekan der MHH und Mitinitiator des Projekts.

Die Niedersächsische Wissenschaftsministerin, Johanna Wanka (CDU), beglückwünschte die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Start. „Sie haben eine kluge Entscheidung getroffen, denn in ihrem nächsten Lebensabschnitt haben sie die Chance, gesellschaftliches Engagement und berufliche Weiterbildung miteinander zu verbinden. Das Modell ist für alle Beteiligten ein Gewinnerthema, das sich schon jetzt schnell rumspricht.“

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