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Umfrage: Arbeitnehmer fordern Kriterien für Ausbildungsreife

Kriterien sollen Ausbildungsreife der Jugendlichen sichern; Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Kriterien sollen Ausbildungsreife der Jugendlichen sichern; Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

BERLIN (red). Um die Ausbildungsreife von Schulabsolventen der neunten und zehnten Klasse zu sichern, haben 82,1 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland von der Politik einen Anforderungskatalog gefordert.

Dieser soll einheitliche und verbindliche Kriterien festschreiben, die Schulabgänger erfüllen müssen, um für eine Ausbildung gewappnet zu sein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Onlinebefragung unter 1.000 Arbeitnehmern im Alter von 16 bis 65 Jahren, die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und dem Magazin „Wirtschaftswoche“ durchgeführt wurde.

Bei der Frage, ob eine möglichst frühe Trennung der Schüler auf eine weiterführende Schule die Bildungsqualität in Deutschland verbessern würde, waren sich die Befragten uneinig: Während gut die Hälfte der Arbeitnehmer (49,3 Prozent) ein Schulsystem befürworten, das die Jugendlichen besonders früh trennt, sprechen sich 45,3 Prozent dafür aus, die Schüler möglichst lange gemeinsam lernen zu lassen.

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM, forderte, dass die Bildungsreformen effizient und gut durchdacht sein müssten, um langfristig wirken zu können. „Auf die individuelle Förderung von starken und schwachen Schülern kommt es an. Die Diskussion um zwei- oder dreigliedrige Schulsysteme darf dabei nicht länger vom Wesentlichen ablenken!“, sagte Pellengahr. Ihm zufolge ist Bildung der zentrale Baustein für Vollbeschäftigung in Deutschland.

40,8 Prozent der Befragten denken, dass der Anteil der Schüler, die Schwierigkeiten haben einen Ausbildungsplatz zu finden, durch die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule sinken würde. Hingegen geht ein Drittel (31,1 Prozent) davon aus, dass der Anteil der Risikoschüler durch die Fusion zunehmen würde.

Die Arbeitnehmer sind der Meinung, dass die Qualität der Schulbildung besser durch eine inhaltliche Koordination gesichert werden kann, die sich an Ergebnissen orientiert, als durch die Zusammenlegung der beiden Schulformen. Pellengahr: „Die Schulen brauchen mehr Entscheidungsfreiheit, wie sie die gesteckten Bildungsziele erreichen wollen.“ Auch zwischen Schulen könne man einen Wettbewerb zulassen.

 

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