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VBE fordert gleichen Lohn für alle Lehrer

Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE

Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE, hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben (Foto: VBE)

DÜSSELDORF (nin). Gleicher Lohn für alle Lehrer, egal ob sie am Gymnasium, an der Realschule oder an der Grundschule unterrichten, ob sie Angestellte oder Beamte sind, forderte heute der Lehrerverband VBE in Düsseldorf. Anlass war ein Rechtsgutachten, dass der Verband in Auftrag gegeben hatte und dass er heute veröffentlichte. In der bestehenden Hierarchie bekommen Grundschullehrkräfte am wenigsten Gehalt, je älter die Schüler werden, desto höher steigt auch die Besoldung. Die Unterschiede machen häufig mehrere hundert Euro aus. Diese Ordnung sei vor 200 Jahren festgelegt worden und entbehre heute jeglicher Grundlage, sagte Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE.

Das Gutachten untersucht Argumente und Gegenargumente zu den zwei Aspekten, die bisher für die Hierarchisierung im Lehrerberuf herhalten müssen: Erstens die unterschiedliche Aus- und Vorbildung. Zweitens die unterschiedlichen beruflichen Anforderungen und Leistungen der Lehrer unterschiedlicher Schulstufen.

Seit für alle Lehrämter universitäre Studiengänge vorausgesetzt werde und, seitdem für alle Lehrämter ein Master-Studium erforderlich sei, würden in der Lehrerausbildung die gemeinsamen Schnittmengen überwiegen, sagte Beckmann. Der Schulauftrag orientiere sich außerdem nicht mehr hauptsächlich an der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte, allein daran könne man also nicht mehr festmachen, wie die Lehrkraft bezahlt werde.

Über die unterschiedliche Besoldung von Lehrern wurde in der Vergangenheit immer wieder gestritten. Meist ging es dabei um die Ungleichbehandlung von Angestellten und Beamten. Im Streikrecht sind Beamte und Angestellte seit einem aktuellen Urteil zum ersten Mal tatsächlich gleichgestellt.

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