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EU-Statistik: Deutschland hat wenig Lehrer in den Grundschulen

BRÜSSEL. In Deutschland kommen EU-weit in der Primarstufe mit die meisten Schüler auf einen Lehrer. Dies geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des Europäischen Statistikamtes Eurostat hervor.

Deutschland liegt hinten im EU-Vergleich der Lehrer-Schüler-Relationen in der Grundschule.. Grafik: Wikimedia Commons

Deutschland liegt weit hinten im EU-Vergleich der Lehrer-Schüler-Relationen in der Grundschule. Grafik: Wikimedia Commons

Danach kommen in der Grundschule in Deutschland 17,4 Kinder auf einen Lehrer – genauso viele wie in Bulgarien. Schlechter ist das Verhältnis nur noch in Großbritannien (19,9), Frankreich (19,7) und in der Slowakei (17,7). Am günstigsten ist das Verhältnis in Malta, Litauen, Dänemark und Polen mit jeweils etwa zehn Schülern pro Lehrer. Die Anzahl der Schüler je Lehrer in der Primarstufe verringerte sich zwischen den Jahren 2000 und 2009 in 18 der 22 Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen. Auch in Deutschland verbesserte sich die Situation: Hier lag das Verhältnis 2000 noch bei 19,8.

In einer weiteren EU-Grundschulstatistik liegt Deutschland ganz vorne: Nirgends gibt es mehr Lehrer, die über 50 Jahre alt sind. Ihr Anteil liegt in Deutschland bei 49 Prozent, gefolgt von Schweden (48 Prozent) und Italien (45 Prozent). Besonders junge Kollegien in den Grundschulen haben offenbar Zypern (3 Prozent Über-50-Jährige), Polen (13 Prozent) und Slowenien.

Europaweit unterrichten in der Primarstufe überwiegend Frauen. Im EU-Durchschnitt sind 86 Prozent der Grundschullehrer weiblich – Deutschland liegt mit 85 Prozent nahe an diesem Wert. Den höchsten Frauenanteil in den Grundschulen verzeichnen die Tschechische Republik, Slowenien, Litauen und Ungarn mit jeweils mehr als 95 Prozent. Nur in Dänemark (69 Prozent), Spanien und Luxemburg (jeweils 74 Prozent) lag der Anteil unter drei Viertel. (red)

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