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Hessen: Staatssekretär Brockmann muss gehen

WIESBADEN. Über die Ablösung der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) war spekuliert worden – jetzt muss ihr Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann gehen.

Muss sein Amt zum Jahreswechsel räumen: Heinz-Wilhelm Brockmann. Foto: Hessisches Kutusministerium

Muss sein Amt zum Jahreswechsel räumen: Heinz-Wilhelm Brockmann. Foto: Hessisches Kutusministerium

Brockmann wird zum Jahreswechsel durch den Sprecher der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), Herbert Hirschle, abgelöst. Dies teilte der FDP-Landesverband mit.  „Als nächsten Schritt werde ich eine effizientere Schulverwaltung in Hessen einführen und umsetzen“, erklärte Henzler. Für dieses politische Vorhaben hole sie sich den bestmöglichen Sachverstand ins Ministerium. Hirschle war bereits Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium. Darüber hinaus kündigte Henzler laut “Frankfurter Rundschau” an, dass die Zahl der Referendarstellen doch nicht um 1000 reduziert werde. Das Vorhaben hatte für massive Kritik auch beim Koalitionspartner CDU gesorgt.

“Herr Brockmann muss jetzt den Kopf für die glücklose Ministerin hinhalten“, kritisierte Günter Rudolph, Parlamentarischer Geschäftsführer der oppositionellen SPD-Fraktion im hessischen Landtag. “Hinter der schwachen Ministerin gibt es offensichtlich keine profilierten Bildungspolitiker in der FDP, nur so ist die Berufung eine völlig fachfremden Staatssekretärs zu verstehen.” Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Mathias Wagner, kommentierte:  „Nachdem schwarz-gelb ihre eigene Ministerin über Wochen demontiert hat, bekommt sie jetzt mit ihrem neuen Staatssekretär einen Aufpasser an die Seite gestellt. Eine offenkundigere und größere Demütigung für Frau Henzler ist kaum vorstellbar. Sie darf weiterhin Ministerin spielen, aber die Entscheidungen treffen künftig andere.“

Brockmann soll mehrmals bei Vorhaben vorgeprescht sein, ohne sich mit Henzler abzustimmen. (red)

 

 

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