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Die russische Droge „Krokodil“ erreicht Deutschland

BOCHUM. Nachdem die Droge „Krokodil“ zunächst in Frankfurt angeboten worden war, wurden jetzt in Bochum die ersten Fälle von Desomorphinkonsum bekannt.

"Krokodil" lässt den Körper von Innen verfaulen: Spritzbesteck eines Süchtigen. Foto: CrashTestAddict Flickr (CC-BY-2.0)

"Krokodil" lässt den Körper von Innen verfaulen: Spritzbesteck eines Süchtigen. Foto: CrashTestAddict / Flickr (CC-BY-2.0)

Die aus Russland stammende Horror-Droge, von Insidern auch „Krokodil“ oder „Krok“ genannt, hat also jetzt Deutschland erreicht. Desomorphin gilt als Heroinersatz, „ist allerdings wesentlich gefährlicher“, so teilt das Polizeipräsidium Bochum mit. Die körperliche Abhängigkeit könne bereits nach einer sehr kurzen Konsumzeit beginnen. Außerdem müsse das Desomorphin häufiger gespritzt werden, da der Rausch nur etwa zwei Stunden anhalte. Innerhalb weniger Stunden verfärbe sich die Haut an den Einspritzstellen grün-grau (daher „Krokodil“) und sterbe ab. Nicht selten komme es danach zu großflächigen Haut- und Gewebeschäden, zum Leberversagen und zu platzenden Blutgefäßen. Mitunter müssen Körperteile amputiert werden.

„Eine in Bochum betroffene Person ging davon aus, dass sie ausschließlich Heroin erworben und anschließend gespritzt habe“, berichtet die Polizei. „Es ist daher davon auszugehen, dass im Raum Bochum zurzeit Heroin verkauft wird, dem das lebensgefährliche Desomorphin beigemischt wurde. Mittlerweile haben sich vier Personen gemeldet, bei denen die Hautverfärbungen aufgetreten sind. Alle glaubten, Heroin erworben zu haben. Die Bochumer Krisenhilfe und die Bochumer Polizei warnen ausdrücklich vor dem Konsum dieser Droge.“ (red)

Ein Kommentar

  1. „Krok“ enthält auch Phosphorverbindungen. Bei Kroknahme ist die Umkehr in ein normales Leben fast versagt. Abhängige können „übliche“ Drogen nicht mehr bezahlen. Genanntes Billigprodukt ist schon deshalb besonders gefährlich.
    Mehr u. mehr problematisch: Umgang mit uneingeschränkter Freiheit in Gesellschaftsordnungen ohne Diktatur. Hat auch zur Folge, was o. g. Überschrift u. Foto aussagen. Lit.: „Im Auftrag des Großen Bruders“, AAVAA-Verlag. Niemand blieb anonym – Überwachung der Kontakte auch mit Bürgern der ehem. UDSSR. Meinungen wie diese: „Wer Drogen nimmt, ist selbst schuld!“ Stimmt, doch die Konsumenten werden immer jünger u. die Zahl steigt. Als der Drahtverhau in der DDR verschwand: „Mit neuer Freiheit kommt auch der Schmutz“ …

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