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Studie: Die Dauer der Schulzeit beeinflusst den IQ

OSLO. Der Studie zweier Wissenschaftler zufolge wirkt sich die Anzahl der Schuljahre auf den Intelligenzquotienten (IQ) aus. Dies berichtet der Informationsdienst „wissenschaft.de“.

Veränderungen des Intelligenzqoutient stehen in Beziehung zu Veränderungen von Hirnstrukturen. Foto: Liz Henry / Flickr (CC-BY-ND-2.0)

Der Durchschnitts-IQ steigt bei längerer Schulzeit. Foto: Liz Henry / Flickr (CC-BY-ND-2.0)

Von welchen Faktoren ist der IQ abhängig? In der Wissenschaft tobt ein Streit  darüber, was entscheidender ist: Veranlagung und das soziale Umfeld einerseits oder die schulische Bildung andererseits. Ein Zusammenhang zwischen der Schulbildung und dem IQ eines Menschen gilt mittlerweile als erwiesen. Doch wie sieht der aus? Möglich wäre ja, dass  Menschen mit höherem IQ stärker an Bildung interessiert sind und deshalb auch länger zur Schule gehen. Der norwegische Statistiker Christian Brinch von der Universität Oslo und Taryn Ann Galloway von der Harvard University in Cambridge wollten es genauer wissen – und  haben nun offenbar einen Beleg dafür gefunden, dass die Dauer der Schulzeit tatsächlich den IQ beeinflusst.

Die beiden Wissenschaftler machten sich laut ORF eine Schulreform in Norwegen zunutze, bei der die Pflichtschulzeit von sieben auf neun Jahre erhöht wurde. Zeitpunkt und Organisation der Umstellung wurde den einzelnen Bezirken überlassen, so dass sich die Reform landesweit von 1955 bis 1972 hinzog. So konnten die Forscher die Auswirkungen vergleichen.  Sie erfassten nun bei Männern, die zwischen 1950 und 1958 geboren wurden, wo sie zur Schule gegangen sind und welchen IQ-Wert sie später bei der Musterung erreicht haben.

IQ stieg um durchschnittlich einen Prozentpunkt

Die Untersuchung ergab, dass der IQ norwegischer Männer nach der Reform im Durchschnitt um rund einen Prozentpunkt von etwa 106 auf circa 107 anstieg. Der Effekt ließ sich laut Bericht in den einzelnen Regionen jeweils nach der Umstellung nachvollziehen. Die Frage nach weiteren Faktoren, die die Intelligenz beeinflussen, werde allerdings auch durch die neue Studie nicht beantwortet, berichtet der ORF. Ihre Autoren betonen danach, dass trotz des beobachteten Effekts durch die Schulzeit keineswegs vernachlässigt werden soll, dass sich auch die Erfahrung in der frühen Kindheit positiv auf die kognitive Entwicklung auswirkt.

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