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Ex-Beauftragte für Missbrauch Bergmann ausgezeichnet

HANNOVER. Christine Bergmann (72), Bundesministerin a.D., ist auf der Didacta-Messe als Bildungsbotschafterin 2012 ausgezeichnet worden.

Damit ehrt der Didacta-Verband der Bildungswirtschaft regelmäßig Persönlichkeiten, Vereine und Stiftungen, die sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche stark machen. Bergmann war, als von der Bundesregierung eingesetzte Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Ansprechpartnerin und Anlaufstelle für Betroffene. Unter ihrer Federführung sind mehrere tausend Fälle anonymisiert aufgenommen und ausgewertet worden. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Erarbeitung von Empfehlungen für gezielte Hilfen für Betroffene.

Unter Christine Bergmanns Leitung sind mehrer tausend Fälle von Mißbrauch aufgenommen worden . Foto: www.bettinaflitner.de

Unter Christine Bergmanns Leitung sind mehrer tausend Fälle von Mißbrauch aufgenommen worden . Foto: www.bettinaflitner.de

Didacta-Präsident Professor Wassilios E. Fthenakis sagte: „Ich kenne wenige Politikerinnen und Politiker, die sich so nachhaltig und mit Erfolg für die Belange von Kindern und Familien eingesetzt haben, wie Christine Bergmann. In der jüngeren Vergangenheit hat sie Kindern eine Stimme gegeben, die sexuell missbraucht wurden. Dabei hat sie keinen vor der Wahrheit verschont und die echten Interessen dieser Kinder an die Öffentlichkeit gebracht. Dafür verdient Frau Bergmann unseren Dank und den höchsten Respekt.“

Im Herbst 2011 ist Bergmann als Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs verabschiedet worden. Nach Übergabe ihres Abschlussberichts im Mai und der Diskussion ihrer Empfehlungen am Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ war ihr Auftrag abgearbeitet. „Meine Arbeit war nur der erste Schritt“, betonte Bergmann damals.  „Jetzt muss die Politik handeln. Viele Betroffene leiden noch immer unter den Folgen des Missbrauchs und benötigen dringend Hilfen bei Therapie und Beratung.“ (nin)

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