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Als Internatsschüler verprügelte Peter Kraus seinen Lehrer

BERLIN. Peter Kraus (72), einst als deutscher Elvis gefeiert, hat als Jugendlicher eine harte Schule hinter sich gebracht – im Internat. Dies erzählte er nun in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“.

Als Schüler häufig in Prügeleien verwickelt: Schlagersänger Peter Kraus. Foto: Michael Gstettenbauer Flickr (CC BY-SA 2.0)

Als Schüler häufig in Prügeleien verwickelt: Schlagersänger Peter Kraus. Foto: Michael Gstettenbauer Flickr (CC BY-SA 2.0)

„Ich wurde mit ungeheuer viel Disziplin erzogen“, sagt Kraus, meint aber auch: „Mich stört Disziplin nicht, sie hilft.“ Kraus lernte sein Handwerk als Entertainer von klein auf. Schon während der Schule nahm er Gesangs-, Schauspiel- und Stepunterricht. 1954 spielte er seine erste Filmrolle in der Verfilmung  des Kästner-Romans „Das fliegende Klassenzimmer”. Ein Internatsschüler, wie er ihn in der Figur des Waisenjungen Johnny spielte, war Kraus zu dieser Zeit selber. Und Prügeleien, wie sie im Film zwischen den Schülern dargestellt wurden, gab es in Kraus‘ Schulalltag tatsächlich reichlich, wie er sich erinnert. Zunächst habe er daran vor allem als Täter teilgenommen. In den Konvikten habe er gerne die Rolle des Wortführers und Anstifters für Streiche gegenüber schwächeren Mitschülern übernommen, bis er sich selbst nach einem Wechsel des Internats in dieser Position wiederfand – und zum Opfer wurde, so schreibt er in seiner Biografie. Eine wohl prägende Erfahrung.

Offenbar nicht bereut hat Kraus hingegen, dass er sogar einmal daran beteiligt war, einen Lehrer zu verprügeln. „Er war ein Idiot, einfach schrecklich zu uns“, so sagt Kraus entschuldigend und erinnert sich: „Wir waren vermummt, hatten nasse Handtücher mit Knöpfen vorne drin und schlugen auf ihn ein.“

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