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Schwangerschaften unter Teenagern: Schulen sollen besser aufklären

DRESDEN. Die Grünen im sächsischen Landtag fordern mehr Aufklärung in Schulen, um die Zahl von Schwangerschaften unter Teenagern zu senken. Der Anteil minderjähriger Mütter liegt in Sachsen über dem Bundesdurchschnitt.

Die Gruppe, in der Teenagerschwangerschaften am häufigsten sei, werde von vorhandenen Angeboten eher schlecht erreicht, monieren die Grünen. Haupt- und Förderschülerinnen hätten ein fünfmal höheres Risiko als Gymnasiastinnen, schon als Jugendliche Eltern zu werden. In den Schulen werde zu wenig aufgeklärt, „da weder Lehrer noch Erzieher ausreichend gerüstet sind“. Aufgrund von Kürzungen zum Beispiel in der Jugendarbeit gebe es auch außerhalb der Schule zu wenig Aufklärungsangebote, erklärte Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Auch gebe es zu wenig Hilfsangebote für jugendliche Eltern. „Gefragt nach Möglichkeiten der Unterstützung Minderjähriger, wenn ein Kind da ist, zeigt sich, dass klassische Angebote jugendliche Eltern nicht ansprechen und diese ihren Bedürfnissen auch nur bedingt gerecht werden. Wenn zum Beispiel in Eltern-Kind-Heimen vor allem Eltern mit psychischen Problemen leben, müssen wir überlegen, mit welchen anderen Hilfen minderjährige Eltern erreicht werden können”, meinte Hermann.

Laut Sozialministerium ging die Zahl minderjähriger Mütter im Freistaat von 2000 bis 2009 zwar von 462 auf 292 zurück. Der Anteil von 0,9 Prozent an der Gesamtzahl aller Mütter lag aber noch über dem bundesweiten Wert von 0,7 Prozent.

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