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Arbeitgeber und Gewerkschaften einig gegen das Betreuungsgeld

BERLIN. Arbeitgeber wie Gewerkschaften lehnen das in der schwarz-gelben Koalition umstrittene Betreuungsgeld ab. Dessen Einführung sei «ein Rückschritt und gefährdet wichtige Ziele der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik. Es konterkariert die Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Das Betreuungsgeld schaffe einen falschen Anreiz, sich aus dem Beruf zurückzuziehen und sei «auch nicht im Interesse derjenigen Kinder, die eine frühzeitige intensive Förderung benötigen», heißt es in der Mitteilung. Für Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt würde das Vorhaben «das Problem des Fachkräftemangels weiter verschärfen». DGB-Chef Michael Sommer forderte, die Mittel für das Betreuungsgeld besser in den Krippenausbau zu investieren. Es fehlten noch immer rund 230 000 Plätze. dpa (16.4.2012)

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