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Grundschülerin verteilt blutdrucksenkende Pillen an Mitschüler

LENSAHN. An einer Grundschule im schleswig-holsteinischen Kreis Ostholstein hat eine Schülerin blutdrucksenkende Tabletten an ihre Mitschüler verteilt.

Fünf Kinder schluckten die Pillen und wurden daraufhin von ihren Lehrern zum Arzt geschickt. Nach jetzigem Kenntnisstand habe jedoch keines der Kinder gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten, sagte der Schulleiter. Auch Krankheitssymptome habe keines der Kinder gezeigt.

Eine Schülerin der zweiten Klasse hatte das Medikament «Ramipril 2,5 mg», das sie selbst regelmäßig einnehmen muss, mit in die Schule gebracht und an ihre Mitschüler verteilt. Weil das Medikament für Kinder mit normalem Blutdruck im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann, ließ der Schulleiter sofort alle Schüler und Lehrer mit Lautsprecherdurchsagen warnen.

An der Schule wurde ein Krisenstab eingerichtet und alle Eltern wurden schriftlich informiert. Auch Ärzte und Krankenhäuser in der Region seien vorsorglich verständigt worden, falls sich noch Kinder mit Krankheitssymptomen melden sollten, sagte die zuständige Schulrätin Maike Jennert. Sie appellierte an alle Eltern, ihren Kindern nur die Zahl an Tabletten in die Schule mitzugeben, die sie während des Schultages benötigen. dpa
(27.4.2012)

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