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Studie: Jeder vierte Studienanfänger ist eine „Couchpotato“

KÖLN. Der Alltag heutiger Studierender sieht oft reichlich ungesund aus: Viele leiden bereits unter den Folgen von Bewegungsmangel und falscher Ernährung.

Ein Viertel der Erstsemester treibt keinen Sport. Foto: Mr. Thomas / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Ein Viertel der Erstsemester treibt keinen Sport. Foto: Mr. Thomas / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Wie ist es heute um das Gesundheitsbewusstsein von Studenten bestellt? Dies wollten Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität Bonn wissen und befragten dazu Erstsemester der beiden Bildungseinrichtungen. Erste Ergebnisse liegen nun vor, und sie sind alarmierend: Die Mehrheit der Studentinnen leidet unter gesundheitlichen Problemen, während ihre männlichen Kommilitonen häufiger mit Übergewicht zu kämpfen haben. Jeder vierte Erstsemester treibt überhaupt keinen Sport.

Die erste Befragungsrunde förderte ein auf den ersten Blick widersprüchliches Bild zu Tage: Zwar fühlen sich die befragten Studierenden insgesamt gesund, die Realität sieht jedoch oft anders aus. Mehr als die Hälfte aller Studentinnen (60 Prozent) klagen über regelmäßige Beschwerden an Gelenken, Knochen und Muskulatur – wesentlich häufiger als ihre männlichen Kommilitonen, bei denen nur jeder Dritte betroffen ist. Auch psychovegetative Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen oder Schlafstörungen treten bei Studentinnen öfter auf als bei Studenten. Dagegen führen die jungen Männer beim Anteil der Übergewichtigen, der insgesamt bei rund einem Sechstel aller Studenten liegt.

Rund ein Viertel der Bonner Erstsemester klassifizieren die Forscher als „Couchpotatoes“, weil sie gar keinen Sport treiben. Auffällig ist, dass Studentinnen (mit 28,4 Prozent) inaktiver sind als Studenten, deren Anteil an Sportmuffeln bei 18,6 Prozent liegt. Stress, beispielsweise Prüfungsstress, spielt beim Ernährungsverhalten der Studierenden eine Schlüsselrolle. Unter Stress ändern mehr als doppelt so viele Studentinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kommilitonen ihr Ernährungsverhalten in ungünstiger Weise.

Auf der Grundlage der Befragungen sowie langjähriger wissenschaftlicher Forschung entwickelt  in Expertenteam aus Medizinern, Psychologen, Sport- und Ernährungswissenschaftern derzeit unter dem ein Konzept zur Vermittlung eines gesundheitsorientierten Lebensstiles. Titel: „Healthy Campus“. Dabei soll das bereits bestehende Programm des Hochschulsports und das Speisenangebot des Studentenwerks erweitert und optimiert werden. Parallel wollen die Wissenschaftler die Studierenden durch Kampagnen informieren, sensibilisieren und zum Mitmachen bewegen. NINA BRAUN

 

 

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