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Kinderhilfswerk fordert mehr Mitbestimmung für Kita-Kinder

BERLIN. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat mehr Mitbestimmung für Vorschulkinder gefordert. Durch Kinderkonferenzen oder Kinderparlamente in Kitas könnten Jungen und Mädchen bereits vor Schulbeginn wichtige soziale Kompetenzen erlernen.

Für Kinder aus sozial schwachen Familien sei dieses Lernen von besonderer Bedeutung, teilte das Hilfswerk in seinem «Kinderreport 2012» mit. Je mehr Kinder an Entscheidungen, Planungen und Abläufen in Tageseinrichtungen beteiligt würden, desto stärker würden sie, hieß es. Frühe Mitbestimmung könne auch die Folgen sozialer Benachteiligung kompensieren – und den Kreislauf einer «Vererbung von Armut» durchbrechen.

Eltern und Erzieher schreiben einer frühen Mitbestimmung nach Angaben des Hilfswerks positive Effekte zu. Kinder lösten zum Beispiel Konflikte eigenständiger, äußerten ihre Positionen klarer und reagierten in Problemsituationen gelassener. Das Kinderhilfswerk forderte Qualifizierungsmaßnahmen für Erzieher, da diese Kompetenzen von kleinen Kindern oft noch nicht genug gefördert und genutzt würden. dpa
(21.4.2012)

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