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Landesregierung will handeln: Jeder dritte Brandenburger ist offline

POTSDAM. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will die Medienkompetenz der Menschen in Brandenburg verbessern. Bei der Internet-Nutzung liegt das Bundesland unter dem Bundesdurchschnitt.

Ob das die Zielgruppe erreicht? Mit einem Internetportal will Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Menschen an das Internet heranführen, die bislang offline leben. Foto: SPD-Unterbezirk Potsdam / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Ob das die Zielgruppe erreicht? Mit einem Internetportal will Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Menschen an das Internet heranführen, die bislang offline leben. Foto: SPD-Unterbezirk Potsdam / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Bankgeschäfte im Internet abwickeln, mit dem Arzt online kommunizieren oder Post per E-Mail erhalten – das soll für Menschen Brandenburg künftig noch selbstverständlicher werden. Die Zahl der Internetnutzer hat sich in den vergangenen zehn Jahren zwar deutlich erhöht, doch noch immer gibt es aus Sicht der Regierung einen «digitalen Graben». Das Bildungsministerium hat ein Konzept zur «Stärkung der Medienkompetenz» der Menschen im Land vorgelegt. Es nennt Initiativen, die Brandenburger «dazu befähigen sollen, aktiv an der Medien- und Informationsgesellschaft teilzunehmen».

Brandenburger nutzen das Internet seltener als der durchschnittliche Bundesbürger. 2011 war fast jeder Dritte offline. Bundesweit nutzte nur etwa jeder Vierte (25,3 Prozent) das Netz nicht. Noch vor zehn Jahren waren allerdings 67,4 Prozent der Brandenburger offline (bundesweit 63 Prozent). Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen jüngeren und älteren Nutzern. Fast 90 Prozent aller 14- bis 49-Jährigen gab im vergangenen Jahr bei einer Umfrage an, das Netz zu nutzen. Von der Generation 50+ war nicht einmal jeder zweite Brandenburger (45 Prozent) online.

Angesichts der demografischen Entwicklung in einzelnen Regionen Brandenburgs bekomme eine «mediale Grundbildung» von Erwachsenen zunehmend eine existenzsichernde Funktion, heißt es in dem Konzept. Um telemedizinische Angebote oder andere Funktionen des Internets wahrzunehmen, müsse jeder Bürger die Grundfunktionen digitaler Kommunikation beherrschen, betonen die Autoren. Daher soll die Medienbildung in allen Altersgruppen künftig gestärkt werden. Ein neues Internetportal, das verschiedene Service-Angebote für die Bürger bereithält, soll deshalb entstehen. Unter anderem informiert es über medienpädagogische Angebote und Beratungen im ganzen Land. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherung von Mindeststandards in der Breitbandversorgung. dpa
(7.4.2012)

 

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