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Ministerin Schmied macht Ernst: Feiern in der Schule verboten

WIEN. Österreichs Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) mag Lehrer nicht mehr feiern lassen – jedenfalls nicht in der Schule. Sie gab jetzt einen entsprechenden Erlass heraus.

Schluss mit lustig: Österreichs Unterrichtsministerin Claudia Schmied. Foto: eSel.at / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Schluss mit lustig: Österreichs Unterrichtsministerin Claudia Schmied. Foto: eSel.at / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Der verbiete es, Schulräume an Lehrer und andere Bedienstete „aus privaten Anlässen“ zu überlassen, berichtet „Nachrichten.at“. Ausdrücklich würden in dem Schreiben, das an die Leitungen aller Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) sowie der Berufsbildenden Schulen gegangen sei,  Geburtstagsfeste, Hochzeitstage und Dienstjubiläen angeführt. „Derartige Feierlichkeiten dürfen an Schulen nicht stattfinden“, heiße es im Erlass – auch nicht, wenn dafür bezahlt werde. Und weiter: „Das Heranziehen von Schülerinnen und Schülern für Catering, Service, Küche oder sonstiger in Verbindung mit solchen Feiern anfallender Tätigkeiten wird damit ausdrücklich untersagt.“ Im Ministerbüro sei dies damit begründet worden, man brauche auch an Schulen „klare Regelungen für Transparenz“. Es dürfe kein Verdacht aufkommen, dass sich Bedienstete des Ressorts Vorteile verschaffen können.

Anlass für den Erlass: Zu ihrem 60. Geburtstag hatte eine niederösterreichische Landesschulinspektorin zum einem Fest eingeladen, das von einer Tourismusschule ausgerichtet wurde. Das Schulsekretariat habe sich um die Einladungen gekümmert, bewirtet worden seien die Gäste von Schülern. Die Arbeit habe als „geblockter Praxisunterricht“ gegolten.

Lehrergewerkschaft: „Erlass zurücknehmen“

Für den Chef der AHS-Lehrergewerkschaft in Oberösterreich, Franz Andexlinger, sei die Regelung „unzumutbar“, berichtet „Nachrichten.at“: „Da dürfen Lehrer nach Unterrichtsschluss im Konferenzzimmer nicht einmal mehr auf das Dienstjubiläum eines Kollegen anstoßen“, sagte  Andexlinger dem Nachrichtendienst. „In jedem Betrieb ist das in Ordnung“, meint er. Auch, dass Lehrer Schulräume nicht mehr mieten dürfen sollen, störe ihn: „Das Bildungsministerium ist so das einzige Ressort, das seine Bediensteten schlechter stellt als fremde Personen.“ Andexlinger habe„die Rücknahme des Erlasses“ gefordert, so heißt es.

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