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Polizei warnt: Abi-Partys können mit zu viel Alkohol entgleiten

HANNOVER. Jetzt im Frühjahr feiern Abiturienten das Ende ihrer Schulzeit mit Partys. Damit die Feiern nicht eskalieren und es zu Gewalt kommt, bietet die Polizei in Niedersachsen Präventionsprogramme an.

Vor allem zu viel Alkohol lässt Feiern eskalieren: Trinkspiel auf einer Abi-Party 2007. Foto: Bruegge / Flickr (CC BY 2.0)

Vor allem zu viel Alkohol lässt Feiern eskalieren: Trinkspiel auf einer Abi-Party 2007. Foto: Bruegge / Flickr (CC BY 2.0)

Nur wenige Wochen trennen Deutschlands Abiturienten noch vom ersehnten Schulabschluss. Neben dem Lernen für die Prüfungen organisieren die Schüler von nahezu jeder Schule im Land Abi-Partys, um noch ein letztes Mal gemeinsam zu feiern, bevor sich die Wege trennen. Doch die Feiern mit dem schönen Anlass können allzu schnell kippen.

Zwar gibt es auf Abi-Partys nicht mehr Gewalt als auf anderen Partys, wie eine Umfrage bei Polizeidirektionen in Niedersachsen ergab, doch würden die Jugendlichen oft zu leichtsinnig bei der Partyorganisation vorgehen. Außerdem würden immer weniger Veranstaltungsräume an Schüler vermietet, weil es bei Abi-Partys in den vergangenen Jahren immer wieder Polizeieinsätze gab.

Wenn mehr Gäste kommen als erwartet …

«Die Jugendlichen kennen häufig nicht ihre Verantwortung bei der Organisation solcher großen Partys», sagt ein Sprecher der Polizeidirektion Braunschweig. Wer bei sozialen Netzwerken wie Facebook einlade, merke zudem schnell, dass mehr Gäste kämen, als in den Veranstaltungsraum passten. Gebe es dann noch zu viel Alkohol zu trinken, könne die Party sehr schnell eskalieren. Von vielen Schulen werde es den Schülern deswegen auch verboten, bei der Einladung den Namen der Schule zu nennen.

«Viele unterschätzen die Dynamik, die auf solchen Feiern entstehen kann», sagt Robin Weber, DJ und Partyveranstalter aus Hannover. Als Mitinitiator des Projekts «Made By: Self» bringt er Jugendlichen bei, wie man es besser machen kann. Gemeinsam mit Partnern wie dem Jugendschutz Hannover bringen Coaches aus der Szene und von der Polizei den Jugendlichen bei, worauf sie genau achten müssen, wenn sie selbstständig eine Party organisieren wollen. «Das Interesse ist groß. Im vergangenen Jahr organisierten unsere jugendlichen Teilnehmer bereits erfolgreich eine friedliche Party mit 900 Gästen.»

Auch die meisten Polizeidirektionen, Ordnungsämtern und Jugendschutzbehörden bieten inzwischen Präventionsprogramme für Jugendliche an. Gewalt und Alkohol- und Drogenmissbrauch soll so gemeinsam bekämpft werden. Interessierte Schüler sollten sich im Vorfeld ihrer Party direkt an Polizei und Ämter richten, um Leitfäden für eine gelungene Party zu bekommen. Denn verbieten wolle den Jugendlichen das Feiern niemand. dpa
(9.4.2012)

Zum Bericht: „Abistreiche anno 2012: Lustig – oder langweilig?“

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