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Studie: Weiblicher Ernährungsstil schützt die Umwelt mehr

HALLE. Viel Obst und Gemüse, Getreideprodukte und wenig Fleisch und Wurst: Würden auch die deutschen Männer sich an dem Ernährungsstil der deutschen Frauen orientieren, wäre das nicht nur gut für ihre Gesundheit sondern auch für die Umwelt.

Das haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle herausgefunden.

Frauen essen mehr Obst und Gemüse als Männer. (Foto. Barockschloss/Flickr CC BY 2.0)

Frauen essen mehr Obst und Gemüse als Männer. (Foto. Barockschloss/Flickr CC BY 2.0)

Basierend auf repräsentativen Verzehrs- und Produktionsdaten verglichen sie die Auswirkungen der Ernährung auf die Umwelt. Dabei werteten sie Ergebnisse aus der letzten Nationalen Verzehrsstudie aus, für die in den Jahren 2005 und 2006 rund 20.000 Menschen in Deutschland befragt wurden. „Eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern im In- und Ausland würde frei werden. Das entspricht ungefähr der Fläche Schleswig-Holsteins“, sagt Studienleiter Toni Meier vom Lehrstuhl für Allgemeinen Pflanzenbau und Ökologischen Landbau. Zudem würden circa 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60.000 Tonnen Ammoniak weniger verbraucht werden.
Nach Angaben der Universität wird der Anteil der Ernährung am Treibhauseffekt in Deutschland auf rund 20 Prozent beziffert. Bei Ammoniak sei der Nahrungsmittelverbrauch sogar für 95 Prozent aller Emissionen verantwortlich. (nin)

(3.4.2012)

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