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Union will Schönheits-OPs bei Jugendlichen verbieten

BERLIN. Die Union will einen neuen Anlauf für ein Verbot von Schönheitsoperationen bei Minderjährigen unternehmen. Es bestehe die Gefahr, dass junge Menschen die Folgen nicht verarbeiten könnten.

Gesundheitspolitiker von CDU und CSU nehmen nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ einen neuen Anlauf, um medizinisch unnötige Schönheitsoperationen an Minderjährigen zu verbieten. Wie die Zeitung schreibt, soll die Neuregelung in das neue Patientenrechtegesetz aufgenommen werden, das die schwarz-gelbe Regierung derzeit vorbereitet. Dies gehe aus einem Beschlussentwurf der Unions-Experten hervor, der auf einer Klausur am Freitag verabschiedet werden solle. Unter das Verbot würden beispielsweise Brustvergrößerungen fallen, nicht aber Piercings. In dem Text wird die Vereinigung Deutscher Plastischer Chirurgen zitiert, wonach zehn Prozent aller schönheitschirurgischen Eingriffe an Patienten unter 20 Jahren vorgenommen werden. „Selbst bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung ist nicht sichergestellt, dass sich der Jugendliche der Reichweite seines Entschlusses bewusst ist“, heißt es. Es bestehe Gefahr, dass junge Menschen die Folgen nur schwer oder gar nicht verarbeiten könnten. dpa
(12.4.2012)

 

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