Althusmann: Kein Geld für flächendeckende Ganztagsschule

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HANNOVER. Der klamme Landesetat und dessen geplante Konsolidierung durch die Schuldenbremse verhindern nach Worten von Kultusminister Bernd Althusmann den flächendeckenden Ausbau der Ganztagsschulen in Niedersachsen.

«Für die Ausstattung der vorhandenen rund 3000 Schulen als voll ausgestattete offene Ganztagsschulen werden rund 250 Millionen Euro benötigt», sagte der CDU-Politiker im Landtag in Hannover. Derzeit gibt es landesweit rund 1300 Ganztagsschulen.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann hat kein Geld für den Ganztag. Foto: Kultusministerium Niedersachsen
Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann hat kein Geld für den Ganztag.Foto: Kultusministerium Niedersachsen
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Ressourcen in dieser Höhe aus dem eigenen System zu erwirtschaften, sei derzeit unrealistisch. Der flächendeckende Ausbau würde 10 000 zusätzliche Stellen im Schulsystem bedeuten, dies sei im Hinblick nicht zuletzt wegen des von CDU und FDP von 2017 an geplanten Neuverschuldungsverbots nicht finanzierbar, betonte Althusmann. Die Landesregierung fördere den Ausbau der Ganztagsschulen stattdessen abhängig von der Haushaltslage – derzeit mit 96 Millionen Euro pro Jahr. Aus Sicht der Opposition zu wenig – SPD, Grüne und Linke forderten unisono mehr Geld für Ganztagsschulen.

«Die Ganztagsschulpolitik dieser Landesregierung ist ein Musterbeispiel für den Etikettenschwindel, den sie in ihrer Schulpolitik betreibt», sagte Grünen-Bildungsexpertin Ina Korter. Statt eines umfassenden Ganztagsangebots für die Schüler sei derzeit an den meisten Schulen «ein unverbindliches Ganztagsbetreuungsangebot ohne Qualitätsstandards, an wenigen Tagen». dpa

(10.5.2012)

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