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Dürfen Lehrer ohrfeigen? Diskussion in Österreich

WIEN. Der österreichische Politiker und Kärntner Landshauptmann-Vize Uwe Scheuch (FPK) hat im ORF mehr „Durchgriffsrechte“ für Pädagogen gefordert.  

Wörtlich sagte er laut „kurier.de“: „Es wäre oft sinnvoll und auch gut, wenn der Lehrer hin und wieder eine kleine Tetschn geben könnte.“ (Anmerkung der deutschen Redaktion: Mit Tetschn sind offenbar Ohrfeigen gemeint.) Scheuch sagte weiter: Für Lehrer sei es ja schwer, mit „pubertierenden Damen und Herren“ umzugehen. „Wir sind alle so groß geworden und aus uns allen ist etwas geworden.“ Laut „Kurier.de“ hat Scheuch, der auch Bildungsreferent ist, mit der Aussage nicht für den ersten peinlichen Skandal gesorgt. Im Vorjahr hatte er es mit einer erstinstanzlichen Verurteilung in einer Korruptionsaffäre in die Schlagzeilen geschafft.

Scheuchs Aussagen sorgten für breite Entrüstung bei den anderen Parteien. Laut „die presse.com“ nannte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas die Aussage „jenseitig“, der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner forderte, Scheuch das Bildungsreferat zu entziehen, Die Grünen in Kärnten hätten seinen Rücktritt verlangt. Die Wellen schlugen so hoch, dass die FPÖ, die mit der FKP kooperiert, klarstellte, das die Partei Gewalt für keine Erziehungsmethode halte, weder zu Hause, noch in der Schule. Auch Scheuch ruderte laut „Kurier.de“ zurück und sagte, er habe Erziehungsmaßnahmen gemeint, mit denen sich Lehrer wirkungsvoll gegenüber Schülern durchsetzen könnten. Er sei keinesfalls für körperliche Gewalt. Es tue ihm leid, wenn er falsch verstanden worden sei. Laut der Internetseite schob er aber noch den skurilen Satz hinterher: „A Tetsch’n und a Watschen sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.“ Nin

(16.5.2012)

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