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Panne beim Deutsch-Abi in Hildesheim – Pflichtlektüre nicht behandelt

HILDESHEIM. In Hildesheim sind 13 Waldorfschüler quasi zwangsläufig an der schriftlichen Abiturprüfung in Deutsch gescheitert, weil ihr Lehrer die als Thema vorgegebene Pflichtlektüre nicht behandelt hatte.

Als die Aufgabe verteilt wurde, herrschte beim gesamten Leistungskurs blankes Entsetzen: Die Schüler hatten das Buch «Die Physiker» von Friedrich Dürrenmatt gar nicht gelesen. Seit Einführung des Zentralabiturs im Jahr 2006 sei ein solcher Fall nicht vorgekommen, sagte die Sprecherin des Kultusministeriums, Corinna Fischer, am Donnerstag. Medien hatten zuvor über die Panne berichtet.

Nach Entscheidung der Landesschulbehörde dürfen die Waldorfschüler am 23. Mai eine Ersatz-Klausur schreiben. Die landesweite Nachholklausur ist eigentlich für Schüler vorgesehen, die etwa aus Krankheitsgründen beim eigentlichen Termin gefehlt haben.

Die Privatschule ist aufgefordert, das peinliche Versäumnis aufzuarbeiten und der Behörde Bericht zu erstatten. «Die dienstliche Verantwortung liegt beim Träger, wir haben die Fachaufsicht», sagte Behördensprecher Christian Zachlod. In der Vergangenheit habe die Zusammenarbeit mit den Freien Waldorfschulen gut geklappt.

Seit mehr als zwei Jahren sind die verbindlichen Abiturthemen bekannt. «Hier ist es zu einem menschlichen Versagen gekommen», sagte der Geschäftsführer der Freien Waldorfschule Hildesheim, Henning Hamelmann. Geplant seien engere Kooperationen mit anderen Schulen, um derartige Versäumnisse künftig zu verhindern. dpa

(10.5.2012)

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