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Rheinland-Pfalz: Bald freie Schulwahl für Eltern behinderter Kinder

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen (SPD) plant in Sachen Inklusion einen großen Schritt nach vorn: Die Eltern behinderter Kinder in Rheinland-Pfalz sollen schon bald eine Schulform frei wählen können.

Geht in Sachen Inklusion voran: die rheinland-pfälzische Kultusmininsterin Doris Ahnen (SPD), Foto: Marc Bleicher / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Geht in Sachen Inklusion voran: die rheinland-pfälzische Kultusmininsterin Doris Ahnen (SPD), Foto: Marc Bleicher / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Ziel sei, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen (Inklusion) in herkömmlichen Kitas und Regelschulen zu fördern, teilte die grüne Landtagsfraktion  mit. Im nächsten Jahr soll die entsprechende Novellierung des Schulgesetzes im Landtag verabschiedet werden. Die SPD-Fraktion bestätigte dies. Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler sprach von einem Meilenstein und Systemwechsel.

Noch dürfen die Eltern behinderter Kinder nicht entscheiden, ob diese in eine Förder- oder Regelschule kommen. Laut den Grünen gibt es allerdings als Zwischenschritt landesweit schon 229 sogenannte Schwerpunktschulen, die auch Kinder mit Beeinträchtigungen aufnehmen. Weitere 23 sollen nach den Sommerferien hinzukommen. Aber auch Regelschulen sollen nach der Vorstellung der Grünen-Fraktion verstärkt sonderpädagogische Unterstützung für die Inklusion erhalten. Noch sei das Schulsystem «selektiv und ausgrenzend», kritisierte die schulpolitische Sprecherin Ruth Ratter. dpa
(22.5.2012)

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