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Sachsen-Anhalt: Hürden für Noten senken

HALLE (Mit Leserkommentar). Sachsen-Anhalt senkt die Leistungshürden für Sekundarschüler. Ziel sei eine bessere Vergleichbarkeit von Abschlüssen in den verschiedenen Bundesländern, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums zu einem entsprechenden Bericht der «Mitteldeutschen Zeitung». Mit dem neuen Leistungsbewertungserlass nähere sich Sachsen-Anhalt an Thüringen und Sachsen an. Künftig bekommt ein Schüler auch mit 93 statt bisher 95 Prozent der maximalen Leistung die Note eins. Für eine Vier reichen 40 statt bislang 51 Prozent.

Hintergrund seien die neuen Lehrpläne für die Sekundarschulen, die im kommenden Schuljahr in Kraft träten, sagte die Sprecherin weiter. Es gehe künftig weniger um das reine Fakten-Abfragen, sondern um die Stärkung von Kompetenzen. Schüler sollten lernen, Zusammenhänge zu erkennen und ihr Wissen einzubringen. Das Ziel, die Quote der Sitzenbleiber und Schulabbrecher zu senken, werde mit der Überarbeitung des Erlasses nicht verfolgt, betonte die Sprecherin.

Das vermutet der Philologenverband. «Dahinter ist der politische Wille erkennbar, die Schulversager-Quote zu senken. Da versucht man, Fünfen zu vermeiden, indem man das Niveau senkt», sagte der Vorsitzende des Philologenverbandes, Jürgen Mannke, der Zeitung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte, dass der «Regulierungswahn» abgemildert werde. dpa

(14.5.2012)

Ein Kommentar

  1. Die Prozentsätze entscheiden gar nicht allein über die Note!Eine Bewertung mit einem Prozent Genauigkeit ist gar nicht möglich,deshalb ist es mehr als grober Unfug, wenn die Benotung von Klausuren am Gymnasium dogmatisch sogar auf Hundertstel berechnt werden und dann auf dieser Basis über Abiturzulassungen entschieden wird!
    Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung, der Bewertungsmaßstab, des Lehrers und ob der Lehrer die erbrachten Teilleistungen bewertet , entscheiden die Note! Die dogmatische Entscheidung auf Zehntel vorge-täuschter Genauigkeit sind pädagogisch nicht vertretbar! Aber dies geschieht genau an den Gymnasien auf der Basis dogmatischer Verordnung des Ministeriums und führt zu einer Sitzenbleiberquote in der Klasse 11 der Oberstufe zu bis zu 10%! Wenn sich S.Anh an die KMK-Empfehlungenhalten würde, gäbe es diese Probleme nicht! In keinem Bundesland wird so absurd benotet!Dort rundet man einfach, wie in allen Bereichen des Lebens 40,91% auf 41% zu Gunsten der Schüler

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