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Umfrage: Stuttgarter Schulen wollen mehr G9-Züge

STUTTGART. Der Philologenverband fühlt sich durch eine Umfrage in seiner Forderung nach unbegrenzter Genehmigung von neunjährigen Gymnasialzügen bestätigt. Bei der Befragung hätten 152 von 282 antwortenden Schulen rückgemeldet, dass sie sich für den längeren Weg zum Abitur interessieren, teilte der Verband der Gymnasiallehrer in Stuttgart mit. Die Landesregierung will aber im Zuge eines Schulversuches nur insgesamt 44 der rund 400 Gymnasien im Land eine Rückkehr zu G9 erlauben. 22 Schulen haben in einer ersten Bewerbungsrunde bereits den Zuschlag erhalten, 28 waren leer ausgegangen. An der Umfrage nahmen auch 13 Starterschulen zum Schuljahr 2012/2013 teil.

Von den 152 Interessenten planen demnach 20, sich in der zweiten Runde zum Jahresende beim Kultusministerium zu bewerben. Weitere 50 Schulen wollen einen Antrag stellen, falls die Beschränkung wegfällt; 82 Schulen diskutieren das Thema noch. «Wer den Begriff der Chancengleichheit so oft und gerne verwendet wie die grün-roten Landespolitiker, der kann doch die Option des Besuchs eines neunjährigen gymnasialen Zugs nicht vielen Landeskindern vorenthalten», sagte PhV-Landeschef Bernd Saur.

Er erinnerte daran, dass im Koalitionsvertrag von einer Deckelung keine Rede sei. Auch der Städtetag hatte vor kurzem seine Forderung nach einer großzügigeren Genehmigung neunjähriger Züge durch eine interne Umfrage untermauert.

Schon bei der Anmeldung der Schüler für die weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2012/2013 sei der Wunsch der Familien nach G9 deutlich geworden, betonte Saur. An den 22 Gymnasien mit Erlaubnis für neunjährige Züge waren nach Angaben des Kultusministeriums 2.699 Schüler angemeldet worden, davon 2.188 für einen neunjährigen Zug (81,1 Prozent) und 511 für einen achtjährigen Zug (18,9 Prozent). dpa

(8.5.2012)

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