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Unsere bunte Wochenschau: Kita im Altenheim und Hitler im Unterricht

DÜSSELDORF. Mögen Sie’s bunt? Dann haben wir diese Rubrik genau für Sie eingerichtet – unsere (nicht ganz ernstzunehmende) pädagogische Wochenschau.

Montag: Die letzten Wehen der Krimi-Schulbetrugsgeschichte machten die Runde – und belegten, dass viele Journalisten keine Überschriften können. „Lehrer schrieb sich selbst ein Zeugnis“, so hieß es auf der Homepage eines Nachrichtensenders (und man fragt sich, was wäre daran so schlimm). Andere übertitelten die Story: „Lehrer fälschte seine Zeugnisse“ (was sicher schlimmer wäre, aber auch nichts mit dem tatsächlichen Verlauf der Geschichte zu tun hat). Dabei geht es gar nicht um einen Lehrer – sondern um einen Hochstapler, der als Lehrer arbeitete. Wie die Geschichte wirklich geht, war natürlich bei uns zu lesen, und zwar hier.

Die Piratenpartei hat neue Ideen für die Erziehung von Kleinkindern. Foto: Piratenpartei Deutschland / Flickr (CC BY 2.0)

Die Piratenpartei hat neue Ideen für die Erziehung von Kleinkindern. Foto: Piratenpartei Deutschland / Flickr (CC BY 2.0)

Mittwoch: Bei Anne Wills Talkshow wurde Hitlers „Mein Kampf“ diskutiert und zwar die Frage ob das Buch künftig in jeden Lehrplan und jede gutsortierte Bibliothek gehört. Warum nicht, das Buch ist doch eh so schlecht, dass es keiner lesen wird. Die Diskussion darum ist wahrlich spannender als der Text.

Donnerstag: „Roboter geht für Schüler in Unterricht“, titelte die Nachrichtenagentur AP. Was erst mal wie ein Witz klingt, ist doch ganz ernst gemeint: Eigentlich ist der Roboter nämlich ein Computer des herzkranken russischen Schülers Evgeny. Der Roboter verhilft ihm zu Augen und Ohren außerhalb des Krankenhauses, der sogar mit den anderen Schülern in die verschiedenen Räume läuft.

Freitag: Neue Ideen von den Neuen: Die Gütersloher Zeitung „Die Glocke“ befragt die Piratin Bianca Neuberts zu ihren Zielen in der Landespolitik. Neubert Antwort ist zunächst keine Überraschung, sie will kleinere Klassen und gute Lehrer. Ihre dann folgende Idee ist etwas interessanter, sie will nämlich „Kleinkinder und Senioren zusammen betreuen, um Wissen zu bewahren“. Großartige Idee. Wird sicher lustig, wenn der kleine Ben Opa Heinrich die Krücken klaut und damit Omi Leni die Sahnetorte vom Teller fegt. Oder wenn Rentner Fritz der zweijährigen Mia von seinen Erlebnissen im Krieg erzählt. Scheint nicht besser durchdacht zu sein als die bisherigen Vorschläge der Piraten zur Bildungspolitik. Zur Erinnerung: Sie schlagen für alle Stufen ein Kurssystem und die Abschaffung der Klassenverbände vor. nin

(5.5.2012)

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