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Bertelsmann steckt Millionen in den US-Bildungsmarkt

GÜTERSLOH. Europas größter Medienkonzern Bertelsmann investiert in den amerikanischen Bildungsmarkt. Das Unternehmen steckt über einen Fonds einen zweistelligen Millionenbetrag in die virtuelle Universität des Anbieters University Now. 

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen: Bertelsmann, hier die Zentrale in Gütersloh. Foto: Bertelsmann Media Relations / Wikimedia Commons

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen: Bertelsmann, hier die Zentrale in Gütersloh. Foto: Bertelsmann Media Relations / Wikimedia Commons

Das Geschäftsmodell sei, «qualitativ anspruchsvolle Online-Studiengänge zu geringen Kosten einem breitem Publikum zugänglich zu machen», berichtete ein Sprecher. University Now, ein Start-up aus San Francisco, verkauft Online-Studiengänge zum Schnäppchenpreis ab 199 Dollar im Monat – auch berufsbegleitend. Ein etwa dreijähriges Wirtschaftsstudium mit Bachelor-Abschluss kostet laut „Financial Times Deutschland“ knapp 6400 Dollar, umgerechnet etwa 5000 Euro. Das ist weniger als ein Student an einer staatlichen US-Uni für ein Semester zahlt. Insgesamt übernehme der Fonds etwa ein Drittel von University Now. Bertelsmann beteiligt sich aber nicht nur über den Fonds an der Uni, sondern investiert zugleich eigene Mittel.

Die Bertelsmann AG engagiert sich auch mit anderen Bildungsangeboten in den USA. «In Kalifornien gründete der Fonds zusammen mit der renommierten Privatuniversität Brandman eine neue Hochschule, um den Zugang der hispanischen Bevölkerung zu höherer Bildung zu verbessern», erläuterte der Konzernsprecher. Thomas Hesse, im Bertelsmann-Vorstand zuständig für neue Geschäftsfelder, sagte: «Der Markt für Education-Angebote ist international stark in Bewegung, getrieben durch Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und die weltweit wachsende Nachfrage nach Bildung.»

Bertelsmann ist nach einer Phase der Stagnation weltweit auf der Suche nach Wachstumsgeschäften. Der Konzern streut dabei über seine Fonds auch kleinere Investitionen. dpa
(21.6.2012)

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