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Gemeinschaftsschulen bald auch in Sachsen-Anhalt

MAGDEBURG. Die schwarz-rote Koalition in Sachsen-Anhalt hat die Gemeinschaftsschulen auf den Weg gebracht. „Mit der Gemeinschaftsschule wollen wir unser bestehendes Schulsystem sinnvoll ergänzen“, sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) bei der ersten Lesung des neuen Schulgesetzes im Landtag. „Die Gemeinschaftsschule wird alle allgemeinbildenden Abschlüsse anbieten und Schülerinnen und Schüler noch stärker individuell fördern“, sagte Dorgerloh.

Die Gemeinschaftsschulen waren von der SPD im Koalitionsvertrag mit der CDU durchgesetzt worden. Dorgerloh betonte, dass bereits gut die Hälfte der Bundesländer über entsprechende Schulen verfüge. In Sachsen-Anhalt sollen Schulen, Schüler und Eltern künftig selbst entscheiden, ob eine Schule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll. Die neue Schulform soll ein längeres gemeinsames Lernen der Kinder ermöglichen. Die CDU setzte durch, dass solche Schulen auch wieder in normale Schulen rückgewandelt werden können.

Die Grünen begrüßten die Schaffung von Gemeinschaftsschulen, kritisierten den Gesetzesentwurf der Landesregierung aber als zu unkonkret. Die Linken legten einen alternativen Gesetzesvorschlag vor. Mit einer Verabschiedung des neuen Schulgesetzes wird nach mehreren Anhörungen bis zum Ende des Jahres gerechnet. Die neuen Gemeinschaftsschulen sind in vielen Punkten ähnlich der integrierten Gesamtschulen, die bereits heute möglich sind. dpa

(07.06.2012)

Ein Kommentar

  1. So lange die Gymnasien bestehen bleiben, haben Gesamt-, Gemeinschaftsschulen und wie auch immer man sie nennen mag, keine Chance, denn die Eltern werden ihre Kinder größtenteils lieber ans Gymnasium schicken, was ja auch Sinn macht.

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