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Nachhilfe im Internet – ein Überblick über das Online-Angebot

HOLZMINDEN. Musik gibt es längst im Internet, genau wie Filme und Spiele. Warum nicht auch bessere Noten? Nachhilfeportale versprechen, Schülern beim Lernen zu helfen und bieten für monatliche Gebühren um die zehn Euro oft eine Menge Inhalte. Ein Allheilmittel sind sie aber nicht.

Der Start in ein neues Schuljahr ist oft mit einem guten Vorsatz verbunden: Im nächsten Jahr sollen die Noten besser werden. Zahlreiche kostenpflichtige Nachhilfeportale im Internet wollen dabei helfen. «Die Inhalte der Plattformen alleine versprechen noch keine besseren Noten», sagt Prof. Roland Bader von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Holzminden (Niedersachsen). Kinder können hier aber ohne Stress Aufgaben wiederholen. «Insofern sind sie als eine sinnvolle Ergänzung zur Vertiefung des Unterrichtsstoffs zu sehen.»

Für Grundschulkinder gibt es zum Beispiel das Portal www.lernerfolg.de. Hier finden sie Übungen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Der kleine Vampir Freddy führt die Kinder durch die spielerisch aufgebauten Aufgaben mit kurzen Lerneinheiten. Das Probierpaket für einen Monat kostet 10 Euro, bei längeren Abonnements sinkt der Preis. Zu den Paketen gehören ein Zugang für das Kind, in dem alle Fächer zur Verfügung stehen, und ein Elternzugang. Geschwisterkinder zahlen die Hälfte des Monatsabos.

Bei der Lernplattform www.scoyo.com reicht das Lernangebot über die Grundschule hinaus bis zur siebten Klasse. Für Schüler stehen Übungen und Lerneinheiten für Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie, Physik, Chemie und Kunst bereit, die zumindest für die jüngeren Kinder oft in kleine Spiele verpackt werden. Die Aufgaben wurden den Lehrplänen der Bundesländer und Klassenstufen angepasst. Kleine Tests helfen dabei, die eigenen Fortschritte zu überprüfen. Bei Scoyo zahlen Nutzer je nach Länge ihres Abos 10 bis 20 Euro im Monat.

Einer der wichtigsten Faktoren bei Lernplattformen ist die anschauliche Aufbereitung der Lernhalte, erklärt Bildungsexperte Bader. «Das gelingt im Bereich der Mathematik besonders anschaulich durch kleine Erklärungsvideos.» Auf solche Mittel setzt zum Beispiel die Seite www.sofatutor.com. Hier werden nicht nur Formeln und Gleichungen in bewegten Bildern erklärt, sondern auch französische Grammatikformen oder Relativpronomen im Lateinischen. Für direkte Fragen gibt es an Wochentagen abends einen Livechat – allerdings nur für Kunden, die bereits ein Abo bei Sofatutor haben. Die Preise dafür liegen zwischen 15 und 35 Euro pro Monat.

Hinter www.lerncoachies.de verbirgt sich ein Nachhilfeportal von Cornelsen. Hier sind Übungen und Lehrfilme zu verschiedenen Englisch- und Mathematikbüchern des Verlags für Nordrhein-Westfalen und die Klassen vier bis sieben zu finden. Wie gut das Gelernte wirklich im Kopf abgespeichert ist, können Schüler mit Arbeitsblättern testen. Die monatlichen Preise richten sich nach Abolänge und den gewählten Schulfächern: Wer nur Englisch oder Mathematik büffeln möchte, zahlt pro Monat 7,50 bis 10 Euro. Für beide Fächer zusammen werden 12,50 bis 18 Euro fällig.

Für die englische Sprache bietet der Langenscheidt-Verlag unter www.englischpirat.de ein Lernportal an. Das Portal ist nicht nur für daheim gedacht, sondern kann auch in der Schule eingesetzt werden. Die Lizenz wird für ein ganzes Jahr vergeben und kostet für eine komplette Schulklasse 49 Euro und für die Schüler zu Hause je 19 Euro. Ein besonderer Schwerpunkt wird bei dieser Plattform auf das Hörverstehen der für viele Grundschüler fremden Sprache gelegt.

Die Seite www.nachhilfeportal.de bietet nicht nur Lernstoff zum Üben an, sondern sucht auch nach einem echten Nachhilfelehrer. Dazu geben Eltern oder Kinder die Postleitzahl, das gesuchte Fach und die Klassenstufe ein, anschließend erscheint eine Liste von geprüften Lehrern mit der Angabe des Stundenpreises. Zum gemeinsamen Lernen über größere Entfernungen bietet das Nachhilfeportal ein virtuelles Klassenzimmer. Zusätzlich stehen den Schülern noch Lerninhalte verschiedener Bücher aus dem Klett-Verlag zur Verfügung. Das Angebot erstreckt sich von der ersten Klasse bis hin zu Abituraufgaben.

Komplett kostenfrei ist das Lernportal www.lernenmitspass.ch. Dafür müssen Schüler auf der Suche nach Lerninhalten hier etwas stöbern. In der Suchmaschine der Seite wird erst ein Fach ausgewählt und dann ein Suchbegriff eingegeben. Dann erscheint eine Liste mit Links, unter denen es weitere Informationen zu dem gesuchten Thema gibt. Zu einigen Fächern gibt es auf der Seite auch einfache Onlineübungen. Im Schülerforum können Nutzer außerdem Fragen zu einzelnen Themen stellen.

Das Angebot der Lernseiten im Netz ist sehr vielfältig – guten Unterricht kann es aber nicht ersetzen. Vor allem jüngere Kinder brauchen beim Lernen viel Betreuung und müssen einen persönlichen Bezug zum Lernstoff entwickeln. CORDULA DERNBACH, dpa

(14.6.2012)

3 Kommentare

  1. Benedikt Allkemper

    Nicht zu vergessen unser komplett kostenloses Englisch-Lernportal http://www.englisch-lernen-online.de/ 😉

  2. Englisch Lernen mit Skype

    Man kann auch bequem Englisch lernen Online mit Skype zu Hause. Diese Kurse sind oft billiger und Sie haben mehr Wahl im Internet, Englisch zu lernen. Reden reden reden is sehr wichtig, ihr Englisch zu verbessern und mit Skype koennen sie es erreichen! Thanks for the nice post, and sorry for my bad German! 🙂

  3. NachhilfeNET.de ist für den privaten Nutzer ( Schüler, Studenten, Lehrer, Eltern, … ) kostenlos. Der Nachhilfeschüler kann den Nachhilfelehrer DIREKT kontaktieren – ohne jeden Umweg 🙂

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