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Rheinland-Pfalz: Lehrergewerkschaft will bis 2013 verständlichere Zeugnisse

MAINZ. Die Lehrergewerkschaft VBE hat für die rheinland-pfälzischen Grundschüler bis zur Sommerpause 2013 die Einführung verständlicherer Zeugnisse gefordert. Die ausformulierten Zeugnisse würden von den Eltern zu wenig zur Kenntnis genommen oder gar nicht verstanden, sagte der neue Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Bold, in Mainz. «Es geht nicht darum, Notenzeugnisse wieder einzuführen.» Er schlug aber Zeugnisse vor, bei denen die Kompetenz der Schüler in Stufen beurteilt werden kann. Sie seien lesbarer und einfacher zu organisieren als die Zeugnisse, die seit einer Novelle 2008 gelten.

Das Bildungsministerium verwies darauf, dass schon bei den Halbjahreszeugnissen im Januar weiterentwickelte Zeugnisformulare verwendet wurden. Sie machten die Beurteilungen für Lehrer einfacher, ermöglichten zusammenhängende Beurteilungen und hätten keine Untergliederung in den einzelnen Lernbereichen wie Deutsch, Mathematik, Sachkunde mehr, teilte Ministeriumssprecher Wolf-Jürgen Karle mit. «Sie sind auch jetzt im Einsatz.» Das Ministerium sei mit dem VBE aber weiter im Gespräch.

Die neuen Formulare reichen dem Verband nicht. In einer Umfrage des VBE unter fast 2200 Pädagogen hatten 84 Prozent den Vorschlag eines Zeugnisses mit Kompetenzstufen befürwortet. Die Gewerkschaft will den Fließtext durch eine Art «Multiple Choice» ersetzen. Dabei soll die Kompetenz eines Schülers in den jeweiligen Fächern einer von mehreren Aussagen zugeordnet werden. Eine Schule in Wittgert (Westerwaldkreis) hat laut VBE ein solches System entwickelt. An diesem Freitag bekommen die rheinland-pfälzischen Schüler vor den Sommerferien Zeugnisse. dpa

(27.6.2012)

Ein Kommentar

  1. Warum dann nicht einfach wieder Zensuren? Sind sie nicht mit “Kompetenzstufen” vergleichbar? Irgendwie “übersetzt” man sich doch das alles immer in Gedanken in das alte Notensystem oder versucht es zumindest.

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