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Studie: Studienbedingungen trotz voller Unis nur wenig schlechter

HAMBURG. Die Unis werden voller, aber die Studienbedingungen leiden darunter weniger als befürchtet. Das zeigt eine Allensbach-Studie. Viele Studenten haben aber Angst, später nur befristete Jobs zu bekommen.

Studenten im Hörsaal der Universität Frankfurt (Foto: Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt)

Studenten im Hörsaal der Universität Frankfurt (Foto: Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt)

Trotz des starken Zustroms von neuen Studenten haben sich die Studienbedingungen an deutschen Hochschulen einer neuen Studie zufolge nur wenig verschlechtert. Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach bewerteten zwei Drittel der befragten Studenten die Bedingungen als sehr gut bis gut. Zwar waren es 2011 noch 74 Prozent, aber der Anteil der Unzufriedenen blieb mit 24 Prozent gleich.

Durch zusätzliche Ausbaumaßnahmen, die der Hochschulpakt ermöglicht habe, sei es wohl gelungen, die möglichen negativen Auswirkungen des Zustroms von rund 70 000 Studenten im Wintersemester 2011/2012 auf die allgemeinen Studienbedingungen zu begrenzen, sagte der Allensbach-Projektleiter Rüdiger Schulz. Das Reemtsma-Begabtenförderungswerk in Hamburg hatte die repräsentative Studie in Auftrag gegeben, befragt wurden rund 2000 Studenten.

Ein Großteil der Studenten ist überzeugt, später einen passenden Beruf zu finden (71 Prozent), 22 Prozent sind dagegen skeptisch. «Dieser Optimismus spiegelt die aktuell starke Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und Akademikern in Deutschland wider», sagte der Sprecher des Reemtsma-Begabtenförderungswerks, Sebastian Blohm, laut Mitteilung.

Angst vor wachsender Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt

Allerdings befürchten viele junge Leute, dass sich ihre Chancen in Deutschland verschlechtern (41 Prozent). Es treibt sie die Angst um, sich von einem befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangeln zu müssen (22 Prozent), Beruf und Familie nicht vereinbaren zu können (17 Prozent) und vor wachsender Konkurrenz durch Bewerber aus dem Ausland (16 Prozent).

Mehr als jeden zweiten reizt es wiederum, selbst im Ausland zu arbeiten. 38 Prozent dieser Studenten können sich auch vorstellen, das dauerhaft zu tun. Die Stabilität Deutschlands in der Wirtschafts- und Finanzkrise sei kein Garant dafür, der Abwanderung von Fachkräften dauerhaft begegnen zu können, sagte Blohm. Es müsse alles dafür getan werden, diese Leute im Land zu halten.

Für die meisten (70 Prozent) ist ein sicherer Arbeitsplatz besonders wichtig. Gut die Hälfte setzt auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf; etwa genauso viele wollen gute Aufstiegsmöglichkeiten und ein hohes Einkommen. 40 Prozent achten darauf, dass ihr potenzieller Arbeitgeber sich auch sozial engagiert. dpa (22.6.2012)

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