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Unsere bunte Wochenschau: Justin Bieber und die sechzehnte Kapelle

DÜSSELDORF (Mit Leserkommentar). Mögen Sie’s bunt? Dann sind Sie hier genau richtig: Unsere pädagogische Wochenschau präsentiert Fundstücke aus den Medien, die es nicht in unsere Nachrichten geschafft haben – aber eigentlich doch lesenswert sind.

Hat dringenden Nachhilfebedarf in Kunstgeschichte: Justin Bieber. Foto: jake.auzzie / Flickr (CC BY 2.0)

Hat dringenden Nachhilfebedarf in Kunstgeschichte: Justin Bieber. Foto: jake.auzzie / Flickr (CC BY 2.0)

Montag. Bildungs-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen teilt in Berlin mit, dass jede fünfte Hochschul-Professur in Deutschland mit einer Frau besetzt ist. Die restlichen vier Damen konnten sich vor Begeisterung sicherlich kaum auf ihren (Leer-)Stühlen halten.

Dienstag. Ein Video, das die Amerikanerin Karen Klein zeigt, wie sie in einem Schulbus zum Opfer eine Mobbing-Attacke wird, taucht auf YouTube auf. Das Video wird über drei Millionen Mal angeklickt. Rasch formiert sich eine Internet-Initiative, die der  68-Jährigen den „Urlaub ihres Lebens“ ermöglichen will –  binnen weniger Tagen kommen tatsächlich über 450.000 US-Dollar für die Rentnerin zusammen.

Mittwoch. Wie das Onlineportal „Unzensuriert.at“ berichtet, wird im österreichischen Wien der Unterricht an einer Volksschule  durch eine Grünen-Demo unmöglich gemacht. Eine maskierte Dame quält auf der Straße vor der Schule eine E-Gitarre, der Lärm wird über Lautsprecher bis in die Klassenzimmer getragen. Neben der Möglichkeit, politisches Engagement über Demonstrationen umzusetzen, lernen die Schülerinnen und Schüler auch die Auswirkungen von mangelhaftem Musikunterricht.

Donnerstag. Der US-amerikanische Teeniestar Justin Bieber blamiert sich in der Fernsehshow von David Letterman. Als dieser zu dem jungen Musiker sagt, er solle es mit dem Körperschmuck nicht übertreiben, sonst gleiche er eines Tages der Sixtinischen Kapelle, erwidert Bieber: “Ich werde nicht so aussehen wie die sechzehnte Kapelle.” Klarer Fall von Nachhilfebedarf.

Freitag. Auch in Schottland endet die Schulwoche. Und die Schülerin Martha Payne mit ihrem Blog über das schlechte Schulessen, der weltweit mediale Aufmerksamkeit gewann. Wie die britische Tageszeitung „The Telegraph“ online berichtet, will sie nun lieber mehr Zeit mit anderen Aktivitäten verbringen. Vielleicht Kochen? Die Schülerin steht durch ihr Online-Tagebuch immerhin bereits mit Star-Gastronom Jamie Oliver in Kontakt. (jh)

(23.06.2012)

Ein Kommentar

  1. Wow, der Fall „Karen Klein“ war mir ganz unbekannt. Die Anteilnahme so vieler Menschen finde ich toll. Das Verhalten der Halbwüchsigen finde ich eklig. Leider gibt es das immer und immer wieder.

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