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Unsere bunte Wochenschau: Lehrerausflug zum Truppenübungsplatz

DÜSSELDORF. Mögen Sie’s bunt? Dann sind Sie hier genau richtig: Unsere pädagogische Wochenschau präsentiert Fundstücke aus den Medien, die es nicht in unsere Nachrichten geschafft haben – aber eigentlich doch lesenswert sind.

Einblicke in militärische Operationen sind sicher nützlich im Schulalltag. Foto: Defence Images / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Einblicke in militärische Operationen sind sicher nützlich für den Schulalltag. Foto: Defence Images / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Montag. Die Landkreisfahrt des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes führte in diesem Jahr an einen wirklich passenden Ort: den Truppenübungsplatz Hohenfels. Bei einer Rundfahrt erfuhren die Pädagogen viel Interessantes über die Entstehung und die militärische Nutzung des Geländes, wie „Neumarktonline.de“ berichtet. Nützliche Informationen sicherlich für den Schulalltag. Wissenswert zum Beispiel: Die brachliegenden Flächen des Militärgeländes seien ein wichtiges Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen und Tiere (jedenfalls solange sie nicht beschossen und von Panzerketten überrollt werden). 13.000 Schafe würden von März bis Oktober auf dem weiten Gelände als Landschaftspfleger eingesetzt. Ach, wie friedlich ist doch ein Truppenübungsplatz im Gegensatz zu einem, na sagen wir, Pausenhof.

Dienstag. „Lehrer bunkerte Waffe im Keller“, so titelt „merkur-online“. Der Fall: Ein 62-Jähriger Pädagoge aus Dachau war jahrelang ohne Erlaubnis im Besitz einer Pistole. Seine Mitmenschen hatten allerdings wohl nichts von dem Lehrer zu befürchten – außer seiner Schusseligkeit. Der Mann hatte die Waffe, immerhin eine halbautomatische Pistole Kaliber 7,65 Millimeter, vor 15 Jahren von seinem Schwiegervater zur Aufbewahrung bekommen und dann, nach dem Ableben des Schwiegervaters, im Keller vergessen. Seine Ex-Frau zeigte ihn an. „Ich hab das Ding die ganzen Jahre nie in der Hand gehabt. Ich weiß gar nicht, wie man damit umgeht“, beteuerte der Familienvater vor Gericht. Das ließ sich jedoch nicht erweichen: 13 500 Euro Geldstrafe.

Mittwoch. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ein 15-Jähriger flog jetzt auf, der in seiner Schule in Göttingen einen schwunghaften Handel mit Marihuana betrieb. Mitschüler hatten sich einer Lehrerin anvertraut. Der Nachwuchsdealer hatte sich Klemmbeutel und eine Digitalwaage besorgt und jene Schüler unter Druck gesetzt, die nicht sofort für die Ware zahlen konnten. Die Polizei staunte nicht schlecht, als sie das Haus, in dem der Junge lebt, durchsuchte: Im Keller fanden sie eine komplette Cannabis-Plantage mit Bewässerungsanlage, Abluftfiltern und Starkstromanschluss – vom Vater. Der soll aber nichts von den Geschäften seines Sohnes gewusst haben und kam deshalb nun mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Sein Sohn wurde in einem gesonderten Verfahren zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt.

Donnerstag. Beunruhigende Kunde: „Berufe wie Lehrer oder Polizist können dick machen“, so meldet der Informationsdienst „Wochenblatt.de“. Das jedenfalls sei das Ergebnis einer Studie des Stellenbörsenportals „Career Builder“. Nach dessen Angaben soll der Grund für dieses Phänomen die verhältnismäßig  hohe Stressbelastung sein. Stressgeplagte äßen gerne Fast Food oder Süßigkeiten. Auch Arbeitsplatz-typische Aufmerksamkeiten wie zum Beispiel mitgebrachte Geburtstagskuchen sollen eine Mitschuld an der Fettleibigkeits-Tendenz haben. Die Kultusministerkonferenz hat sofort reagiert: Ab sofort darf bei Lehrergeburtstagen nur noch Obst ausgegeben werden.

Freitag. Endlich Ferien – 17 Millionen Schulkinder jubeln. Nämlich die in der Türkei. Sie haben auch einen guten Grund: satte drei Monate frei. Denn solange dauern die Sommerferien am Bosporus. Wie hat die Türkei nochmal bei PISA abgeschnitten? bibo

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