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Vor 520 Jahren: Rechenmeister Adam Riese wird geboren

DÜSSELDORF. „Nach Adam Riese macht das…“, ist auch heute noch ein geflügeltes Wort, wenn jemand etwas zusammengerechnet hat. Tatsächlich hat der Spruch nichts mit Eva Zwerg zu tun, sondern geht zurück auf den Rechenmeister Adam Riese, der vor rund 520 Jahren in Staffelstein in Franken geboren wurde.

Adam Riese, eigentlich Ries, gilt als der „Vater des modernen Rechnens“. Mit seinen Werken hat er dazu beigetragen, dass die bis dahin üblichen römischen Ziffern durch das übersichtlichere indisch-arabische Zeichensystem ersetzt wurden.

Eines der wenige überlieferten Porträts von Adam Ries auf einer zeitgenössischen Darstellung von 1550. (Grafik: Wikimedia)

Eines der wenige überlieferten Porträts von Adam Ries auf einer zeitgenössischen Darstellung von 1550. (Grafik: Wikimedia)

Bekannt wurde er durch das Rechenbuch für Kinder „Rechnung auff der linihen“, von 1518 und das Ries, anders als damals üblich, auf Deutsch verfasste. Vier Jahre später folgte „Rechenung auff der linihen und federn…“ für Lehrlinge kaufmännischer und handwerklicher Berufe. Es wurde bislang mindestens 120-mal aufgelegt. Zu seinen weiteren wichtigen Werken zählen das Algebra-Lehrbuch „Coß“ und verschiedene städtische Brotordnungen, die als Ratgeber für die Berechnung alltäglicher Preise dienten und die dabei helfen sollten „daß der arme gemeine man ym Brotkauff nicht vbersezt würde“.nin

(29.6.2012)

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