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Zoff bei Burschenschaften – Treffen vorzeitig beendet

EISENACH. Wegen eines erbitterten Streits über den Umgang mit rechtsextremistischen Tendenzen ist der Burschentag in Eisenach vorzeitig im Streit zuende gegangen.

Zuvor gab es erregte Diskussionen über eine mögliche Auflösung des Dachverbandes von mehr als 100 studentischen Verbindungen, der Deutschen Burschenschaft. Die interne Debatte solle nun auf einem außerordentlichen Burschentag Ende des Jahres weitergeführt werden, sagte Sprecher Christoph Basedow.

Der Burschentag ist eine Art Parlament der Studentenverbindungen. Am Freitag hatten fünf Vorstandsmitglieder der liberalen Strömung aus Protest gegen rechtsextremistische Tendenzen im Verband ihre Ämter niedergelegt.

Zuvor hatte eine konservative Strömung die Abstimmung über ein Vorstandsmitglied, dem Rechtsextremismus vorgeworfen wird, für sich entschieden. «Damit haben große Teile des liberalen Flügels ein Problem», sagte Burschenschaftssprecher Basedow. Er dementierte Angaben von Teilnehmern, wonach es bereits Austritte von Mitgliedsverbänden gab. «Bisher hat noch keine Burschenschaft offiziell ihren Austritt erklärt.»

Am Samstagnachmittag beteiligten sich einige hundert Menschen an einer Protestdemonstration gegen das Treffen, zu dem ein Bündnis gegen das Burschenschaftstreffen aufgerufen hatte. Nach Polizeiangaben nahmen 200 Menschen an der Demonstration teil, die Organisatoren sprachen von 400 Teilnehmern. Der Grund für die Demonstration sei nicht hinfällig, sagte Philipp Schmidt vom Bündnis gegen den Burschentag: Die Verbindung zwischen konservativen Burschenschaftern und Rechtsextremismus bleibe ein Problem. dpa

(2.6.2012)

Ein Kommentar

  1. Sascha Dietrich

    Ich finde es äußerst interessant, sich einzig und alleine gegen Burschenschaften in allgemein, wie es im Fazit heißt mobil zu machen. Ich als bekennender Bursche bin doch arg links orientiert und bin mit meiner Burschenschaft extra dort hin um intern und nicht wie in den letzten Jahren nur extern dort Kontra zu bieten. Der Vaterlandsbegriff beinhaltet nicht die Ausschließung bestimmter Rassen oder Anderstdenkener. Der ursprüngliche Sinn der Burschenschaften bestand darin sich gegen die Vereinheitlichung und der Akzeptanz andersdenkener Mobil zu machen. Ich glaube ohne das aufleben der Burschenschaften hätte es kein einiges Deutschland gegeben. Und der nächte Schritt zu einem einigen Europa und einer einigen Welt zu machen ist das, was sich die Burschenschaften, hätten Sie es damals schon gewusst auf die Fahne schreiben würden. Leider gibt es unter den Burschenschaftern einige, welche nicht weiter denken, aber mitlerweile viele die genau so, wie ich es schrieb denken. Daher demonstriert weiter gegen rechts, wie ich es auch tu, aber nicht gegen Burschenschaften und deren Feste, denn wir sind für Freiheit und Einigkeit aller Menschen dieser Welt.

    Grüße Sascha D.

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