111 Gefangene in Sachsen schaffen Abschlüsse

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DRESDEN. Prüfungsstress hinter Gittern: 111 Gefangene in Sachsen haben in diesem Jahr eine Schul- oder Berufsausbildung erfolgreich beendet.

91 schafften den qualifizierenden oder Haupt- und 20 den Realschulabschluss, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Dresden mit. Insgesamt hatten sich 127 Frauen und Männer hinter Gittern den Abschlussprüfungen gestellt, wobei sie die gleichen Aufgaben lösen mussten wie die Schüler in Freiheit. Bildung gebe den Inhaftierten eine berufliche Perspektive, das mindere das Rückfallrisiko, so das Ministerium. dpa

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(26.7.2012)

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4 KOMMENTARE

  1. Sehr schön!!!
    Hut ab !!!
    vor den Lehrern im Strafvollzug.
    Es ist jeden Tag eine neue Herausforderung zu motivieren.

    Viele Grüße aus der JVA Weiterstadt

  2. Hallo,
    ich habe mein erstes Staatsexamen für Englisch und Spanisch und studiere noch den Erweiterungsstudiengang Deutsch als Zweitsprache und wollte fragen wie wird man Lehrer im Strafvollzug in Sachsen? Wo bewirbt man sich? Braucht man dafür das zweite Staatsexamen?

  3. In Berlin bewirbt man sich bei den Justizbehörden, also man schaut, ob es dort Ausschreibungen für Stellen in den JVA gibt. Natürlich braucht man das 2. Staatsexamen, wenn man als Lehrer arbeiten will – insbesondere im öffentlichen Dienst (nur bei Lehrermangel macht man notgedrungen Ausnahmen).

  4. Ergänzung: Das 1. Staatsexamen (inzwischen oft auch “Masterabschluss”) ist ja nur die theoretische Ausbildung. Das 2. Staatsexamen bekommt man nach der (meistens) 2-jährigen praktischen Ausbildung. Das ist meiner Meinung nach der wichtigere Teil der Lehrerausbildung, der auf keinen Fall fehlen darf!

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