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“Gebärmaschinen”: CSU fordert Entschuldigung

AMBERG (Mit Leserkommentaren). Im Dauerstreit um das Betreuungsgeld hat sich die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig heftige Kritik der CSU eingehandelt. Beim Parteitag der bayerischen SPD in Amberg hatte sie gesagt: «Das Betreuungsgeld ist frauenfeindlich, weil es eigentlich darauf zielt, dass einer – der Mann – viel Geld verdient und die Frau zu Hause bleibt.» Und sie fügte hinzu: «Die Frauen sind nicht die Gebärmaschinen dieser Gesellschaft.»

Manuela Schwesig (SPD) ist gegen das Betreuungsgeld. (Foto: Schrapers/Wikimedia CC BY 3.0)

Manuela Schwesig (SPD) ist gegen das Betreuungsgeld. (Foto: Schrapers/Wikimedia CC BY 3.0)

Mit Empörung reagierte am Sonntag CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt: Schwesig beleidige mit dem Ausdruck «Gebärmaschinen» zwei Drittel aller Eltern, nur weil sie ihr Kind nicht in eine staatliche Krippe geben. Für diese Entgleisung müsse Schwesig sich entschuldigen. dpa

(15.7.2012)

Zum Bericht “Erst Betreungsgeld, jetzt Elterngeld: Koalition streitet um Familienpolitik”

Zum Bericht “Debatte um Betreuungsgeld: Schaden für Kita-Betreuung?”

 

10 Kommentare

  1. Frau Schwesig hat nicht gesagt, dass Frauen Gebärmaschinen sind. Ich finde den Vorwurf der CSU absurd. Das ist “Politikerei”, wie wir sie kennen. Man sucht und nutzt (und notfalls schafft) Gelegenheiten, um den anderen bloßzustellen u/o. zu schaden. Egal, wie.

  2. Frau Schwesigs Meinung zur Kinderbetreuung ist hinlänglich bekannt. Möglichst schon die Babys in die Krippe geben, damit “Frau” sich ganz ihrer Karriere und ihrer Selbstverwirklichung widmen kann.
    Es scheint diese Politikerin sehr zu wurmen, dass viele Frauen in Deutschland Gott sei Dank nicht so denken, wie sich Frau Schwesig das wünschte. Frauen, die aus gutem Grund (sh. mein Posting zu der ersten 24-Stunden-Kita) ihre Kinder zunächst zuhause betreuen möchten, hält sie für rückständig und “von gestern”. Ich habe große Zweifel, dass sich die SPD-Frau schon einmal mit den warnenden Stimmen von Kinder- und Jugendärzten oder von Psychotherapeuten gegen die frühe Kinderbetreuung beschäftigt hat. Sie würden auch nicht in ihr Frauen-Weltbild passen. Auch wenn sie nicht sagt, dass Frauen Gebärmaschinen seien, trägt der Begriff – in welchem Kontext auch immer er benutzt wird – nicht zur Versachlichung der Diskussion bei.

  3. Frau Schwesig macht Frauen doch erst zu Gebärmaschinen. Ich versteh “meine” neue Rolle so: Kind auswerfen, 12 Monate zu Hause bleiben, Kind Vollzeit abgeben und Ich soll Vollzeit arbeiten. Ich hab jetzt Krippen gefunden, wo man 49-Std.-Woche einem Kleinstkind zumutet — also soll ich dann nur noch das Kind gebären und dann 49 Std-Woche mich bei der Arbeit “ausleben”. Bin ich dadurch nicht eher erst eine Gebärmaschine? Weil ich ja sonst kaum noch Kontakt mit dem Kind hab. Auswerfen, abgeben, das wars.

  4. So ist es Janina. Das Wohl der Kinder interessiert Frau Schwesig nicht die Bohne.
    Aber nur Parteimitglieder, insbesondere Frauen, mit dieser abartigen Einstellung haben bei ROT/GRÜN Karrierechancen. Und gutmenschliches Geschwafel taucht die grausamen Erziehungsvorstellungen sozialistischer Prägung in ein warmherziges Licht.

  5. Nun ist Frau Schwesig am Ziel ihrer Träume angekommen. Als Familieministerin kann sie jetzt noch stärker den staatlichen Einfluss auf Kindererziehung forcieren. Für mich eine der schlechtesten Ressortentscheidungen!! Aber was soll’s, auch die CDU liegt ja schon fast auf der familienpolitischen Linie der SPD.
    Auch Politikerinnen und Politiker haben Kinder; machmal sogar noch recht junge. Das betrifft z.B. den SPD-Parteivorsitzenden Gabriel oder die Arbeitsministerin A. Nahles. Wie alt der Nachwuchs der Familienministerin M. Schwesig ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei dieser jetzt auf sie zukommenden Arbeitsdicht und -fülle würde mich ernsthaft mal interessieren, wann die ihren Nachwuchs überhaupt noch sehen und wie dort Zuhause die Betreuung aussieht. Ach ja, vermutlich werden deren Kleinkinder den ganzen Tag über in Krippen/Kindergärten betreut.

    http://www.focus.de/politik/gastkolumnen/kelle/spd-frau-uebernimmt-familienressort-mit-ministerin-schwesig-wird-die-erziehung-unserer-kinder-weiter-verstaatlicht_id_3481921.html

    • Oh nein, deren Kleinkinder werden das nicht. Was überhaupt nach außen dringt, besagt, dass sie für den eigenen Nachwuchs bestenfalls Tagesmütter akzeptieren und später sorgfältig ausgewählte Privatschulen.
      Ihr Entsetzen über Frau Schwesig als Familienministerin teile ich. Leider hat diese Frau keine Kinder. Aber hätte sie welche, würde sie wahrscheinlich dennoch anderen Eltern die Krippe ans Herz legen, die eigenen Kinder aber vor ihr bewahren.
      Auch die Kinder der sozialen SPD-Größe, Herrn Prof. Lauterbach, besuchen allesamt Privatschulen. Private Krankenkassen lehnt der gute Mann ab, vertraut seine Kinder aber nicht den gesetzlichen Regelschulen an.

  6. eine Räuberleiter die sich Sprosse für Sprosse, im Namen unserer Kinder, den Weg zur Spitze sucht. Sie ringt mit Händen und Füßen um absolute Macht ihr Dauergrinsen mehr als höhnisch…sie ist unsympathisch link und gnadenlos. Sie wird der SPD schaden!

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