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Matschie will Lehrer in Thüringen wieder verbeamten

ERFURT. Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) will die Thüringer Lehrer im Land halten – und ab August 2013 wieder verbeamten. Damit soll der Beruf im Freistaat wieder attraktiver werden.

Will Lehrer wieder verbeamten: Thüringens Kultusminister Christoph Matschie. Foto: Kultusministerium Thüringen

Will Lehrer wieder verbeamten: Thüringens Kultusminister Christoph Matschie. Foto: Kultusministerium Thüringen

«Mit dem Wiedereinstieg in die Verbeamtung wollen wir Thüringen wettbewerbsfähiger im Kampf um die besten Köpfe machen», erklärte Matschie. In ein Beamtenverhältnis wechseln können dann nicht nur neu eingestellte Lehrer, sondern auch bereits langjährig angestellte Pädagogen. «Alle Bundesländer außer Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen verbeamten ihren Nachwuchs. Schon jetzt merken wir, dass das insbesondere junge Lehrer aus Thüringen weglockt.»

Die «Thüringer Allgemeine» hatte in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dass Matschie angesichts des absehbaren Lehrermangels den seit fünf Jahren geltenden Verbeamtungsstopp für Lehrer aufheben wolle. Mit dem Auslaufen des Teilzeitmodells Mitte 2013 seien «die Voraussetzungen da, auch in Thüringen zu verbeamten», sagte er der Zeitung.

Das Ministerium habe für das Gewinnen von Nachwuchslehrern verschiedene Modelle der Verbeamtung überprüft. Matschie kündigte Gespräche mit Gewerkschaften und Berufsverbänden zum Thema an. Anschließen solle sich das Kabinett damit befassen. Das Finanzministerium habe bisher eine Rückkehr zur Verbeamtung abgelehnt.

Von den rund 19 500 Lehrern sind 60 Prozent Beamte. Das Ministerium hatte jüngst angekündigt, 350 neue Lehrer einzustellen. Das Durchschnittsalter der Pädagogen liegt bei 51 Jahren. Laut Ministerium werden ab 2017 jährlich etwa 1000 Stellen frei. dpa
(11.7.2012)

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