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Mecklenburg-Vorpommern: IHK kritisiert Zustand der Berufsschulen

NEUBRANDENBURG. Die Berufsschulen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Ansicht der IHK Neubrandenburg weder finanziell noch strukturell für die Zukunft gerüstet. «Die Unterfinanzierung wird die bereits kritischen Themen wie Unterrichtsversorgung, Budgetierung der Berufsschulen und Lehrerqualifizierung weiter verschärfen», erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch. Derzeit sei qualitätsgerechter Unterricht kaum noch möglich.

Das Land solle Lehrern mehr Unterrichtsstunden ermöglichen und so auch kleinere Klassen in der Fläche erhalten. So könne der Berufsschultourismus gebremst werden, der auf Kosten der Auszubildenden und Unternehmen geht. Auch müsse das Land Klassen mit 16 bis 18 Schülern ermöglichen, wie in Thüringen und Sachsen, und nicht erst ab 22 Schülern.

Nötig seien zudem Qualifizierungskonzepte für Berufsschullehrer und Seiteneinsteiger aus der Praxis sowie selbstständigere Berufsschulen mit eigener Budgetverwaltung und Personalhoheit. Nur so könnten Berufsschulen «der Verpflichtung als schulischer Dienstleister der Wirtschaft für die Betriebliche Ausbildung qualitativ gerecht werden», meinte Haasch. Die Kammer vertritt die Interessen von rund 22.000 Firmen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. dpa

(23.7.2012)

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