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Mecklenburg-Vorpommern: Schulstart für 134.000 Schüler und 11.000 Lehrer

SCHWERIN. 12.900 Mädchen und Jungen gehen am kommenden Montag erstmals zur Schule. Das sind 500 Erstklässler mehr als 2011. Insgesamt steigt die Schülerzahl auf 134.000. Sie werden von 12.435 Lehrern unterrichtet. Für etwa 170 von ihnen ist Montag ebenfalls der erste Schultag in Mecklenburg-Vorpommern.

Für 134.000 Schüler beginnt am kommenden Montag das neue Schuljahr. Unter ihnen sind 12.900 Erstklässler, 500 mehr als im vorigen Jahr. Sie werden am Samstag eingeschult. Wie Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) mitteilte, lernen die Schüler an 568 Schulen. 121.000 Schüler sind an öffentlichen, 13.000 an privaten Schulen angemeldet.

Das Land stellt laut Ministerium in diesem Jahr etwa 170 Lehrer und erstmals auch Vertretungslehrer neu ein. Die Zahl entspreche dem langjährigen Ziel. Im Vorjahr seien es nur 129 neue Lehrer gewesen.  Nach einer ersten Ausschreibung gebe es 166 Vertragsangebote für freie Lehrerstellen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen. Falls doch nicht alle besetzt würden, gingen die Stunden an Lehrer, die jetzt noch Teilzeit arbeiten, sagte der Minister. «Es entsteht keine Lücke.»

Die neuen Lehrer verjüngen die Altersstruktur: Derzeit sind 5.362 Lehrer zwischen 51 und 60 Jahren alt, 4.314 zwischen 41 und 50 Jahre. Nur 109 sind jünger als 30 Jahre.

Um den Unterrichtsausfall an den öffentlichen Grundschulen zu verringern und den Vertretungsunterricht besser abzusichern als bisher, werden im Schuljahr 2012/2013 erstmals Vertretungslehrer eingesetzt. Von den 20 ausgeschriebenen Stellen würden 17 besetzt. Die Lehrer werden an einer zentral gelegenen Schule unbefristet angestellt und unterstützen von dort aus umliegende Schulen. Im vergangenen Jahr wurden laut Brodkorb an Grundschulen 8 bis 9 Prozent der Unterrichtsstunden vertreten, knapp ein Prozent fiel aus.

Um die Lehrer zu entlasten, soll laut Brodkorb die Pflicht wegfallen, für alle Schüler Förderpläne zu erstellen. Die Pläne seien künftig nur für förderbedürftige Schüler zu schreiben. Wenn das Kabinett seinen Vorschlägen folge, werde es die Entlastung noch im Schuljahr 2012/13 geben, sagte Brodkorb. Zudem setze er sich für einheitliche Bewertungsmaßstäbe an allen Schulen ein, eine Voraussetzung für ein Zentralabitur. Derzeit würden sie noch von den Lehrerkollegien beschlossen. Auch das wäre eine Entlastung für die Lehrer.

Dem Landtag will Brodkorb auch vorschlagen, die Schulwahlfreiheit zu entfristen. Bisher war sie für drei Jahre eingeführt worden. Danach können Eltern ihre Kinder ab der 5. Klasse auch an einer anderen öffentlichen Schule anmelden als der örtlich zuständigen. Den Angaben zufolgen machen relativ wenige Eltern davon Gebrauch. dpa

(31.7.2012)

Ein Kommentar

  1. Das mit den Vertretungslehrern finde ich gut! Früher soll es ja überall so eine „Reserve“ gegeben haben, die im Zuge von Sparmaßnahmen abgebaut wurde. An meiner Schule war vom letzten November bis Februar jede Woche ein Lehrer krank (von ca. 10). Im Januar gipfelte das in 4 Lehrern in 2 Wochen. Das ist für die Vertretungslehrer eine enorme Belastung, zumal das ja auch nicht bezahlt wird. Jedenfalls bei uns.

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