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Nachfrage nach Freiwilligem Ökologischen Jahr ungebrochen

HANNOVER. Vor 25 Jahren traten in Niedersachsen die ersten Freiwilligen ihr ökologisches Jahr an: In Umweltstationen und Waldschulen setzen sie sich für Natur und Umweltbildung für Kinder ein. Der Öko-Trend ist ungebrochen, die Bewerberzahlen steigen noch immer an.

In der Waldschule, dem Wisentgehege oder mit dem Bienenstock – seit 25 Jahren engagieren sich in Niedersachsen junge Freiwillige ein Jahr lang im ökologischen Bereich. Ihr Einsatz, bei dem sie zumeist Kindergarten- oder Schulkindern Umwelt und Natur näher bringen, wurde mit einem Festakt in Hannover gewürdigt. «Wie beliebt das Freiwillige Ökologische Jahr ist, zeigen die stetig steigenden Bewerberzahlen», sagte Umweltminister Stefan Birkner (FDP).

1300 Interessenten gab es für die 258 verfügbaren Plätze für das kommende Jahr. Seit dem Start haben inzwischen 3500 Ehrenamtliche ein freiwilliges Jahr absolviert. «Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft», sagte Birkner. Außerdem verbesserten die jungen Leute ihre Ausbildungs- und Berufschancen. Quer durchs Land von den Nordseeinseln über die Lüneburger Heide bis zum Harz gibt es Einsatzorte.

Einer der Freiwilligen ist Sascha Brose, der an der Freiluftschule Burg in Hannover Schulklassen Natur und Tiere näher bringt. Jeweils eine Woche lang kommen die Grund- oder Förderschüler in den außerschulischen Lernort, wo Brose mit den Lehrern im Klassenraum oder der freien Natur den Unterricht organisiert. «Ich habe mich entschieden, Grundschullehrer zu werden, weil mir der Umgang mit Kindern Spaß macht», sagte der Hannoveraner zum Abschluss seines freiwilligen Jahres. Obwohl er bei der Bundeswehr ausgemustert wurde und er auch direkt hätte studieren können, entschied er sich für den freiwilligen Einsatz. «Ich bereue es überhaupt nicht, alle meine Erwartungen sind eingetroffen.»

Nach der Schule nicht gleich auf die Universität wollten auch Thekla Wicht und Julian Michaelis, die in Osnabrück ein Projekt zu Honigbienen an der Herman-Nohl-Schule betreuen. Mit einem Bienenstock und in Schutzkleidung präsentierten sie ihre Arbeit auf der Jubiläumsfeier. «Wichtig war mir, etwas mit Kindern zu machen», meinte die junge Osnabrückerin. Sie strebt nun ein Studium der Umweltpädagogik an. Und auch Kollege Michaelis aus Bad Bentheim ist entschlossen, die Arbeit mit Kindern fortzusetzen. Er will ebenfalls Pädagogik studieren.

Ein Kommentar

  1. Eine sehr begrüßenswerte Einrichtung. Vor allem überrascht mich die hohe Attraktivität bei den jungen Menschen.
    Ein Jahr einmal das praktische Leben kennenlernen kann den eigenen Horizont ungemein erweitern. Wenn sich dabei dann noch „so nebenbei“ der Berufswunsch ergibt, wissen die Betroffenen zumindest, was dann auf sie zukommt.
    So mancher Lehrkraft würde etwas mehr praktische Lebenserfahrung ebenfalls nicht schaden. Wie oft passiert es, dass sie in ihrem Leben von der Schule über die Uni wieder in die Schule kommen. Was kennen sie dann eigentlich vom tatsächlichen Leben?

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