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Neuer Leitfaden „Kinderschutz in Thüringen“

ERFURT. Thüringen will den Kinderschutz im Land verbessern und setzt dabei besonders auf Lehrer als Vertrauenspersonen. Sozial- und Bildungsministerium sowie die Techniker Krankenkasse stellten einen neuen Leitfaden „Kinderschutz in Thüringer Schulen“ vor. Er soll den Pädagogen helfen, Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu erkennen und möglichst zu verhindern. Sie könnten oft erste Hinweise erkennen, dass ein Kind Schwierigkeiten im Elternhaus hat, vernachlässigt, misshandelt oder sexuell missbraucht wird, hieß es zur Begründung.

Im vergangenen Jahr waren laut Kriminalstatistik mehr als 2000 Kinder unter 14 Jahren in Thüringen Opfer von Gewalt. Allein 467 Mädchen und Jungen wurden sexuell missbraucht. Es gab 1200 Körperverletzungen. Die Straftaten spielten sich vielfach innerhalb der Familien oder im direkten Umfeld der Opfer ab. Experten gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus. dpa

(18.07.2012)

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