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Sachsen: Landesschülerrat begrüßt Programm für Seiteneinsteiger in Lehrerberuf

DRESDEN. Sachsen sucht wegen Lehrermangels Seiteneinsteiger für den Pädagogenberuf. Wer sich zum Lehrer berufen fühlt und einen fachwissenschaftlichen Hochschulabschluss hat, kann sich künftig in einem Modellprojekt der Technischen Universität Dresden weiterqualifizieren. So kann aus dem Biologen der Biologielehrer und aus dem Mathematiker der Mathematiklehrer werden. Der Landesschülerrat in Sachsen begrüßt das Projekt.

Der Unterricht könne vom praxisnahen und tiefgründigen Fachwissen der Quereinsteiger nur profitieren, sagte der Vorsitzende Konrad Degen. «Quereinsteiger bereichern mit ihren Ideen von außen die Schule und geben wichtige Anstöße für die Weiterentwicklung des Schulunterrichts.» Die Regierung müsse aber ausreichend Anreize schaffen, um den Übergang in den Schuldienst attraktiv zu machen.

Das Projekt der TU Dresden trägt den Titel «Quer» und versteht sich als Ergänzung zu den regulären Studiengängen. In einem postgradualen Studium sollen die Interessenten alle erforderlichen Kompetenzen erwerben. Die Zusatzqualifikation ist für die drei Schularten Grundschule, Mittelschule und Gymnasium möglich. «Quer» richte sich vor allem an Akademiker, die sich beruflich umorientieren möchten und eine regionale Bindung zu Sachsen haben.

Eine Auftaktveranstaltung ist für September 2012 geplant, der Start für die ersten Bewerber erfolgt im Sommersemester 2013. Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Sachsen mit insgesamt 980 000 Euro gefördert. dpa

(23.7.2012)

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