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Bayern: 300 zusätzliche Lehrer für Mittelschulen

MUENCHEN. Wegen unerwartet hoher Schülerzahlen schickt Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) 300 zusätzliche Lehrer an die Mittelschulen – die meisten davon in Teilzeit. «Die Planung für die Unterrichtsversorgung ist weitgehend abgeschlossen. Wir sichern den Unterricht für das Plus von rund 4 300 Schülerinnen und Schülern auf gewohntem Niveau», sagte Spaenle. «Wir werden dazu an den Mittelschulen zusätzlich über 300 Lehrkräfte beschäftigen. Das werden überwiegend Zwei-Drittel-Verträge sein, so dass diese Zahl über 220 Lehrervollzeitstellen entspricht.» Außerdem sinkt die durchschnittliche Klassenstärke nach Spaenles Angaben auf einen neuen Tiefstand von unter 20 Schülern. Für Schulverbünde mit mehreren Standorten gibt es einen Lehrerbonus.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle. Foto: Michael Lucan/Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Eingestellt würden sämtlich fertig ausgebildete Lehrkräfte mit erstem und zweitem Staatsexamen, betonte der Kultusminister. «Wir haben auch Realschullehrer angesprochen, vor allem mit den Fächern Deutsch und Englisch, auch in gewissem Umfang Grundschullehrkräfte für die unteren Mittelschulklassen.» Damit könne an den 927 Mittelschulen in Bayern die Unterrichtsversorgung auf dem Niveau des Vorjahres sichergestellt werden. «Und zum ersten Mal seit langem wird die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse auf knapp unter 20 sinken», sagte der CSU-Politiker.

«Die Zuweisung der neuen Lehrer erfolgt an die Regierungen, die das mit den Schulämtern zusammen umsetzen. Die Verantwortung vor Ort hat der Schulleiter beziehungsweise der Verbundkoordinator. «Für Mittelschulverbünde mit mehreren Standorten gibt es einen Zuschlag», sagte Spaenle. «Der entspricht je nach Schulgröße einem Gegenwert von bis zu etwa 1,5 Planstellen mehr als an einer Schule mit vergleichbarer Schülerzahl mit nur einem Standort.»

In den vergangenen Wochen hatten SPD, Grüne, Freie Wähler und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) Spaenle scharf kritisiert. Die Vorwürfe: schlechtes Management und mangelhafte Unterrichtsversorgung. Die Freien Wähler forderten am Donnerstag noch kurz vor Spaenles Ankündigung ein «Notprogramm zur Unterrichtsversorgung». dpa

(23.08.2012)

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