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Klare Sicht auf Sternschnuppenregen

BERLIN. Nach der Landung des Marsrovers «Curiosity» gibt es ab Donnerstag das nächste Spektakel im All. Sternengucker haben auch wettertechnisch eine gute Sicht auf ein besonderes Schauspiel am Nachthimmel: Die Perseiden regnen als zahlreiche Sternschnuppen zur Erde.

Da kann man sich schon einmal ein paar Wünsche überlegen: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beschert uns der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres, die Perseiden, von Donnerstagabend an. Der Höhepunkt des Spektakels liegt in diesem Jahr genau auf dem Wochenende. «Sternschnuppen sind morgens grundsätzlich besser zu beobachten. Die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sind daher am aussichtsreichsten», erklärt Hans-Ulrich Keller, Professor an der Universität Stuttgart.

Regnen wird es in dieser Zeit zum Glück fast nur Sternschnuppen. Das Wetter spielt mit und wird zum Wochenende besser. «Wir kommen zunehmend in den Einflussbereich eines Hochdruckgebietes. Das heißt, es klart nachts auf. Es gibt dann vielerorts gute Bedingungen zur Beobachtung der Perseiden» sagt Thomas Ruppert, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die meisten Sternschnuppen fallen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. «Da haben wir das Glück, dass auch das Mondlicht die Sicht auf die Perseiden nicht stören wird», erklärt Keller. Am kommenden Montag endet es.

Die Perseiden sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen (hier von 2009) aufweist. (Foto: Andreas Möller/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Die Perseiden sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen (hier von 2009) aufweist. (Foto: Andreas Möller/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Der Ursprung der Perseiden scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Ursache des Phänomens ist der Komet «109P/Swift-Tuttle», der eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diese jedes Jahr im August. Dann dringen die Kometenteilchen in die Atmosphäre ein und verglühen dort als mehr oder weniger helle Meteore. Dabei haben sie eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216 000 Kilometern pro Stunde. Ein Raumschiff mit dieser Geschwindigkeit wäre binnen knapp zwei Stunden beim Mond.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch «Laurentiustränen», weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er wurde am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert. dpa

(8.8.2012)

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