Sachsen-Anhalt bangt um ausreichend Lehrer

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HALLE/MAGDEBURG.   Drei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres ist es in Sachsen-Anhalt nur mit großer Mühe gelungen, den Schulbetrieb abzusichern.

Kultusstaatssekretär Jan Hofmann (SPD) sagte der «Mitteldeutschen Zeitung» (Dienstag), der Lehrermangel stelle das Landesschulamt vor immer größere Probleme. «In diesem Jahr schaffen wir es noch einmal, den Unterricht abzusichern, aber in den nächsten Jahren wird es deutlich enger.» Einigen Grund- und Sekundarschulen drohe zeitweise eine Unterversorgung, in den Sekundarschulen gibt es laut Hofmann de facto keine Vertretungsreserve für Krankheits- oder Urlaubsfälle mehr.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt schon lange vor Lehrermangel und fordert vom Land, mehr Lehramts-Studenten in den Schuldienst zu übernehmen. Nach GEW-Angaben sind die Lehrer in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt etwa 50 Jahre alt. In den kommenden Jahren gingen viele Lehrer in den Ruhestand. Derzeit stellt das Land pro Jahr 200 neue ein. Die GEW hatte zuletzt gefordert, die Zahl zu verdreifachen. Hürde sind die Landesfinanzen. Hofmann sagte der «Mitteldeutschen Zeitung»: «Wir müssen in der Landesregierung die Diskussion weiterführen, mittelfristig mehr Lehrer einzustellen. dpa

(14.8.2012)

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