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Schulstart im Saarland – Mehr Ganztags- und Gemeinschaftsschulen

SAARBRÜCKEN. Mehr Krippenplätze und Ganztagsschulen: Die große Koalition im Saarland hat sich Einiges für die Bildung vorgenommen. Vor allem möchte sie, dass die Schulen in ruhigeres Fahrwasser geraten.

Nach «Jahren der Strukturveränderungen» sollen die saarländischen Schulen nach dem Willen von Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) nun die nötige Ruhe erhalten, um ihre Qualität zu verbessern. Dies stellte Commerçon  in Saarbrücken für die laufende Legislaturperiode klar. Schwerpunkte in der Bildungspolitik der großen Koalition seien, die Zahl der Krippenplätze – mit Gewährleistung des Rechtsanspruchs ab 2013/2014 – sowie die neuen Gemeinschaftsschulen und auch die Ganztagsschulen auszubauen.

Zum Schuljahresbeginn am Donnerstag starten landesweit 63 Gemeinschaftsschulen mit 4.300 Schülern als Alternative zum Gymnasium. Dort kann das Abitur nach neun und nicht nach acht Jahren gemacht werden. Die Einführung der Gemeinschaftsschule neben dem Gymnasium war als «Zwei-Säulen-Modell» von der Vorgängerregierung aus CDU, FDP und Grünen per Verfassungsänderung beschlossen worden. Commerçon will «die Gleichwertigkeit der beiden Säulen gewährleisten».

An den 35 Gymnasien im Land werden im kommenden Schuljahr 3.310 Schüler neu aufgenommen. Insgesamt gibt es 26.450 Gymnasiasten (Vorjahr: 26 919, minus zwei Prozent). Neu eingeschult werden an den 162 Grundschulen im Saarland 7.400 Mädchen und Jungen (Vorjahr: 7.724).

Die Zahl der Krippenplätze soll laut Commerçon von heute 7.215 auf 7.500 im nächsten Jahr steigen. Das entspreche einer Versorgungsquote von 35 Prozent. Ob damit im Saarland der tatsächliche Bedarf abgedeckt werde, sei aber noch nicht abzusehen. Der Minister forderte in diesem Zusammenhang, auf das von der Bundesregierung geplante «unsinnige Betreuungsgeld» zu verzichten. Stattdessen sollten mehr Bundesmittel in den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur fließen.

Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017 will die große Koalition 25 gebundene Ganztagsschulen mit Unterrichtsverpflichtung am Nachmittag schaffen. Bis 2014/2015 soll es in jedem Landkreis mindestens eine solche Einrichtung geben. Zum neuen Schuljahr nehmen zwei weiterführende gebundene Ganztagsschulen ihren Betrieb auf. Daneben gibt es derzeit 21.300 Plätze an freiwilligen Ganztagsschulen mit Nachmittagsbetreuung. dpa

(16.8.2012)

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