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Arbeitsgruppe «Attraktivität des Lehrerberufs» legt Ergebnisse vor

SCHWERIN. Die Arbeitsgruppe zur „Verbesserung der Attraktivität des Lehrerberufes“ hat dem Mecklenburg-Vorpommerschen Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) rund 60 Vorschläge zur Verbesserung der beruflichen Situation der Lehrkräfte unterbreitet.

«Wir fordern die Landesregierung auf, zentrale beschäftigungspolitische Punkte wie die Gestaltung der Arbeitszeit, Teilzeit, Altersteilzeit und Qualifizierungsmaßnahmen tarifvertraglich zu regeln», sagte die Vertreterin der Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Kerstin Morawetz. Dabei gehe es um alle Lehrkräfte, unabhängig vom Alter und von der Schulart.

Brodkorb sagte, die Vorschläge reichten von «ganz teuren» wie den Anrechnungsstunden für ältere Lehrer bis zu organisatorischen Fragen, die schnell in Angriff genommen werden könnten. Er werde selbst noch «einige Dutzend» Vorschläge obendrauf packen. Daraus werde er ein Arbeitsprogramm «Schulreform 2020» machen, das er der Koalition vorlege. Zur Setzung von Prioritäten wolle er auch noch einmal mit der Expertengruppe zusammenkommen. Mitte 2013 müsste über das Arbeitsprogramm eine Grundsatzentscheidung fallen, damit die nötigen Gelder in den Doppelhaushalt 2014/15 eingestellt werden könnten.

Erste Maßnahmen zur Entlastung von Lehrern würden schon eher greifen, sagte der Minister weiter. So soll künftig nicht mehr für jeden Schüler ein Förderplan geschrieben werden müssen. Dazu soll das entsprechende Gesetz geändert werden, was voraussichtlich gegen Ende des Jahres so weit sei. Die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schüler soll zum Schuljahr 2013/14 vereinfacht werden.

Die GEW begrüßte die Ministeriumsvorschläge zu Strukturveränderungen im Referendariat. Vorverträge auszugeben sei eine gute Möglichkeit, Anreize für die Ausbildung im eigenen Bundesland zu setzen. Die Anerkennung der Ausbildungszeit als volle Berufserfahrung fordere die GEW schon lange, sagte Morawetz. Die Verbeamtung dürfe nicht allein für Berufsanfänger diskutiert werden. Es ginge um mehr, als dadurch junge Lehrer ins Land zu locken, auch die Rahmenbedingungen müssten stimmen. Deshalb fordere die GEW im Falle einer Verbeamtung eine möglichst hohe Alterseinstiegsgrenze und angemessene Bezüge, die nicht nach Schularten trennen. Für die angestellt Beschäftigten müsse es einen finanziellen Ausgleich und deren Unkündbarkeit nach einer bestimmten Beschäftigungsdauer geben. dpa

(6.9.2012)

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